1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

„Fast Break“-Leverkusen-Gründer Winkler ist gestorben

Basketball-Gemeinde trauert : „Fast Break“-Gründer Winkler ist gestorben

Gründer, Spieler, Trainer, Mäzen – der 75-Jährige führte die einstige Pfadfindertruppe in die Basketball-Oberliga. Nun trauern Familie und Verein um ihn.

Der Name von Günter Winkler und Fast Break Leverkusen werden immer in einem Atemzug genannt werden. Davon ist Friedhelm Müller, ein ehemaliger Basketballspieler und Vorstandskollege von Winkler, fest überzeugt. Mit Müller trauern rund 200 Vereinsmitglieder um den Mann, der am 5. Januar im Alter von 75 Jahren plötzlich und unerwartet in Hamburg verstorben ist. Unter seiner Führung wuchs der Leverkusener Basketballverein zu einem der größten Vereine in Deutschland heran, die sich ausschließlich dieser Ballsportart widmen. Der Verstorbene gründete den Verein genau am 16. Februar 1972, also vor nunmehr 50 Jahren, dessen Name zugleich als Fachbegriff aus dieser Sportart steht. Ursprünglich hervorgegangen war der Verein Fast Break Leverkusen aus einer Pfadfindergruppe, die sich einmal pro Woche in der Turnhalle Moskauer Straße traf, um dort Hallenfußball zu spielen. Angeregt durch die erfolgreichen Basketballer des TuS 04 Leverkusen wurden die Tore nach und nach zunehmend mit der Hand, statt mit dem Fuß erzielt. Zusammen mit anderen Sportinteressierten hatte Winkler vorgeschlagen, ebenfalls an Meisterschaftsspielen teilzunehmen. Was dann auch in der zweiten Kreisliga Köln geschah. Es kam zur offiziellen Vereinsgründung, nachdem die Pfadfindergruppe aufgelöst wurde. Im Jahr 1982 gelang der Aufstieg in die Oberliga. In den 1990er Jahren trainierte Winkler die 1. Herrenmannschaft in der ersten und zweiten Regionalliga. Zwar beteiligen sich Damen- und Herrenteams nach wie vor an den Liga-Spielbetrieben zwischen 2. Regional- und Kreisliga. Doch im Fokus hatten Winkler und Fast Break stets ganz speziell die Förderung der Jugend, die aktuell, ebenso wie die Älteren, in der Sporthalle der Grundschule Heinrich-Lübke-Straße in Steinbüchel trainieren. Zehn Jahre nach Vereinsgründung blieb Winkler dessen Vorsitzender und war bis zuletzt als engagierter Berater und großzügiger Mäzen aktiv.

Einige Vereinskameraden hatten eigentlich geplant, dem Verstorbenen am Freitag, 21. Januar, das letzte Geleit zu geben. Wegen Corona ist die Teilnehmerzahl aber stark eingeschränkt.

(kno)