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Klarer Trend: Monheim entwickelt sich weiter

Fußball : Klarer Trend: Monheim entwickelt sich weiter

Der Oberligist ist nach vier Spielen noch ungeschlagen und Dritter. Am Samstag folgt die hohe Hürde bei der SSVg. Velbert.

Zeitgleich Spieler des Fußball-Oberligisten FC Monheim (FCM) und Fan eines Bundesligateams zu sein, ist derzeit offensichtlich eine ganz schlechte Kombination. Obwohl die Oberliga ihre Partien eigentlich am Sonntagnachmittag austrägt, müssen die Monheimer aktuell immer wieder samstags ran – und die Konferenz der Bundesliga fällt damit für die Monheimer immer wieder flach. Los ging es am dritten Spieltag mit der Partie beim SC Union Nettetal, die die Monheimer mit 3:2 gewannen, und auch das Heimspiel zuletzt gegen den TVD Velbert (2:0) ging an einem Samstag über die Bühne. Jetzt muss Monheim zum dritten Mal in Folge am Sonnabend antreten, denn es geht zur SSVg. Velbert (16 Uhr). „Ich glaube, die Jungs finden die Spiele am Samstag generell ganz gut, weil dann der Sonntag komplett frei ist“, sagt Ruess. Auch bei der Planung des Samstagabends bieten sich dadurch deutlich mehr Möglichkeiten.

Samstags, sonntags oder wie zu Beginn der Saison in der englischen Woche mittwochs – der FCM ist derzeit sehr gut in der Spur. Mit zehn Punkten aus den ersten vier Partien nehmen die Monheimer aktuell Rang drei ein. Besser platziert sind nur der Regionalliga-Absteiger SV Straelen und ETB SW Essen, die jeweils die volle Ausbeute von zwölf Zählern ergattert haben.

Dabei ist der starke Monheimer Saisonstart die Fortsetzung einer Tendenz, die sich bereits in der vergangenen Saison abgezeichnet hatte. „Das ist eine Entwicklung, die schon letztes Jahr im November mit einer Siegesserie begonnen und sich in der Rückrunde fortgesetzt hat“, sagt Ruess. Der Schlüssel zum Erfolg ist für den Trainer klar: „Unsere Mannschaft zeichnet aus, dass sie eine richtige Mannschaft ist. Du brauchst natürlich auch Qualität im Kader, aber die richtige Mentalität und ein gewisser Spirit sind das A und O, um gewisse Ziele zu erreichen.“ Deshalb gehen die Verantwortlichen beim FCM bei der Auswahl neuer Spieler sehr sorgfältig vor. „Sie müssen willig und wissbegierig sein und sie müssen Bock auf unser Mannschaftsgefüge haben. Man merkt das in den Gesprächen, die wir mit den Jungs führen, eigentlich ganz gut. Da bekommt man ein Gefühl dafür, ob das passen könnte“, erklärt Ruess.

Wie viel dieser Zusammenhalt wert ist, könnte sich schon in der kommenden Partie erneut zeigen. Velbert gilt schließlich als ein Gegner, der vom Papier her über mehr Qualität verfügt als Monheim: Dem SSVg.-Trainer, Alexander Voigt, dem ehemaligen Bundesliga-Profi, stehen zahlreiche Spieler mit Erfahrung aus höheren Klassen zur Verfügung. Bestes Beispiel ist der jüngst verpflichtete Kai Schwertfeger, der für Fortuna Düsseldorf und den Karlsruher SC viele Zweitligaspiele bestritten hat. „Velbert hat grundsätzlich den Plan, wieder in der Regionalliga zu spielen – und eine spielstarke Mannschaft. Sie sind sicher nicht so gestartet, wie sie das wollten, aber das macht es nicht unbedingt einfacher. Velbert wird den Bock jetzt unbedingt umstoßen wollen“, vermutet Ruess.

Obwohl die Monheimer in der Tabelle deutlich besser positioniert sind sind als die SSVg. auf Platz 13 (drei Punkte), sieht sich der FCM-Coach keineswegs als Favorit. Auf der anderen Seite wisse er, dass seine Mannschaft mit einer „gehörigen Portion Selbstvertrauen“ nach Velbert fahre. Wenn dann erneut etwas Zählbares herausspringt, dürfte sich Monheim über den nächsten freien Sonntag noch mehr freuen.