Diese Ehe funkioniert: Trainer Ruess verlängert in Monheim

Fußball : Diese Ehe funkioniert: Trainer Ruess verlängert in Monheim

Der Oberligist setzt auf Kontinuität und der Erfolgscoach bleibt mindestens bis zum Ende der Saison 2019/2020.

Eigentlich ist Dennis Ruess ohnehin nicht mehr wegzudenken. Deshalb war die Nachricht, dass der Erfolgstrainer beim Fußball-Oberligisten FC Monheim (FCM) erneut verlängert hat, keine große Überraschung. Lange war der inzwischen 38-Jährige beim FCM als Spieler und Kapitän aktiv, ehe er im Januar 2015 die Seiten wechselte und den Trainerposten im Rheinstadion übernahm – damals in der Bezirksliga. Nach zwei Aufstiegen befinden sich die Monheimer aktuell auf dem Weg zu einer festen Größe in der Oberliga, wo sie auf Rang sieben überwintern und aller Voraussicht nach auch in dieser Saison nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden. „Der große sportliche Erfolg der letzten Jahre beim FC Monheim ist ganz eng mit der Person Dennis Ruess verbunden. Deswegen war von Vorstandsseite der Wunsch, zügig mit ihm zu verlängern. Wir möchten den Verein weiter entwickeln und unsere erste Mannschaft dauerhaft in der höchsten Amateurspielklasse etablieren. Diesen Weg der Entwicklung wollen wir gemeinsam mit Dennis Ruess bestreiten“, sagt Monheims Präsident Werner Geser. Die Vereinbarung gilt jetzt bis zum Ende der Saison 2019/2020.

Den Vertrag jeweils nur um ein Jahr zu verlängern, hat in Monheim Tradition – auch auf Wunsch von Ruess. „Ein Jahr reicht völlig. Nicht, weil ich nicht länger hier bleiben möchte, sondern weil es einfach für den Verein das Beste ist. Es kann ja mal nicht so erfolgreich laufen und dann möchte ich nicht, dass der Verein in die Bredouille kommt. So kann man sich jedes Jahr erneut zusammensetzen und weitersehen“, erklärt der Coach, der dem Verein tief verbunden ist: „Meine Beziehung und mein Herzblut für den FCM sind bekannt. Deswegen gehe ich immer wieder mit viel Freude und großer Leidenschaft an unsere Ideen heran, um das Projekt weiter zu formen. Diesmal kam bei meinen eigenen Überlegungen noch ein weiterer elementarer Punkt dazu: Dankbarkeit. Auf privater Ebene habe ich ein schwieriges letztes Halbjahr erleben müssen. Wie uns der Verein, vor allem aber meine Mannschaft beigestanden hat, hat mich tief beeindruckt. Neben sportlicher Qualität kam hier eine große Menschlichkeit zum Vorschein. Daher möchte ich weiter eine Menge zurückgeben und ich freue mich auf die Arbeit mit unserem Team.“

In Zukunft steht für den FCM vor allem die Etablierung in der Oberliga im Vordergrund. Vom Angriff auf die Regionalliga möchte Ruess nichts hören: „Ich weiß schon, dass da viele irgendwann hinwollen, aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wir wollen uns in der Oberliga etablieren, uns Schritt für Schritt verbessern und uns dann nach und nach höhere Ziele setzen. Aber der Sprung von der Oberliga in die Regionalliga ist der größte im deutschen Seniorenfußball, weil dort der Profisport beginnt.“ Vom Niveau in der Regionalliga konnten sich die Monheimer zuletzt selbst in Testspielen der Wintervorbereitung überzeugen: Gegen den 1. FC Köln (1:7) und den Bonner SC (0:4) setzte es klare Niederlagen, während der FCM gegen Fortuna Düsseldorf II als Gewinner vom Platz ging (1:0).

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