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Familien-Tennis: Der Wiescheider TC wird 40

Tennis : Familien-Tennis: Der Wiescheider TC wird 40

Im Jahr 1979 entstand der Dorf-Verein, der heute rund 300 Mitglieder und eine idyllisch gelegene Anlage mit vier Feldern hat.

Manchmal können wohl auch die Kleinen ganz schön groß sein – wie der Wiescheider Tennis-Club (WTC), der jetzt 40 Jahre alt wird. Klar: Auch der Sport ist wichtig. Und wer auf der Anlage Feldhausen 8 zum Schläger greift, will unbedingt gewinnen. Das gelang zum Beispiel zum Abschluss der Saison den Herren 40 II, die mit einem 6:3 im Nachholspiel gegen den Elberfelder TC verspätet ihre Saison in der Bezirksklasse C beendeten. Das brachte Rang drei in der Abschluss-Tabelle – mit 3:3 Punkten aus drei Siegen und drei Niederlagen. Ausgeglichener geht es nicht. Das wiederum passt ganz gut zur Philosophie des Vereins, der sich selbst so beschreibt: „Neben dem sportlichen Ehrgeiz steht das Wohl der Mitglieder und deren Familien an erster Stelle.“

 Tolle Erinnerung: Die ersten Clubmeisterschaften im Jahr 1983 sind noch heute etwas fürs Auge – auch die damalige Auto-Landschaft.
Tolle Erinnerung: Die ersten Clubmeisterschaften im Jahr 1983 sind noch heute etwas fürs Auge – auch die damalige Auto-Landschaft. Foto: Wiescheider TC

Auch der Vorsitzende Stephan Bramey, der seit acht Jahren an der Spitze des WTC steht, betont diesen Punkt als zentrales Anliegen: „Wir sind ein Familienclub. Wir sind ein wichtiger und langjähriger Teil der Wiescheider Dorfgemeinschaft.“ Dorf klingt hier nicht spießig, sondern modern und zeitgemäß – weil es um das Miteinander im besten Sinne geht. Das haben sie im Verein aus den Gründerjahren in den späten 1970-ern bewahrt, als ohne das Anpacken vieler die später idyllische und auch von anderen Vereinen gerne besuchte Anlage gar nicht hätte entstehen können.

 Tennis mit einem Augenzwinkern: Im Jahr 2018 gab es bei den Wiescheidern eine „Retro-Turnier“ ohne echte Kleidervorschriften.
Tennis mit einem Augenzwinkern: Im Jahr 2018 gab es bei den Wiescheidern eine „Retro-Turnier“ ohne echte Kleidervorschriften. Foto: Wiescheider TC

Der WTC ist nach dem TC Grün-Weiß und dem Langenfelder TC 76 die Nummer drei unter den Tennis-Vereinen der Stadt. Knapp 300 Mitglieder stehen in der Kartei und davon sind rund 250 aktiv. Ihnen stehen vier Plätze zur Verfügung, sodass die Anlage hin und wieder an ihre Kapazitätsgrenze kommt. „Es kann schon mal voll werden“, sagt Bramey. Für die Belegung und Nutzung des Plätze gibt es deshalb ein festes Regelwerk – das gut funktioniert. „Natürlich haben wir mal überlegt, ob wir vielleicht erweitern sollen“, berichtet der 51 Jahre alte WTC-Vorsitzende, „aber das haben wir dann doch gelassen. Eine Erweiterung ist vom Tisch.“

 Der Chef: Stephan Bramey ist aktuell der (spielende) Vorsitzende des Vereins, sieht sich aber eher als Teil eines funktionierenden Teams.
Der Chef: Stephan Bramey ist aktuell der (spielende) Vorsitzende des Vereins, sieht sich aber eher als Teil eines funktionierenden Teams. Foto: Matzerath, Ralph (rm-)

Nicht vom Tisch ist, dass der Verein wenigstens hin und wieder durchaus sehr erfolgreiche junge Spieler hervorbringt. Bestes Beispiel ist ein Top-Talent: Isabel Heugen, die ihre ersten Tennis-Schritte beim WTC unternahm, ehe sie über den Nachbarn Grün-Weiß zum NBV Velbert wechselte und dort als jetzt 17-Jährige mit den ersten Damen in der Niederrheinliga spielt. Klassenhöchstes Wiescheider Team in der eben beendeten Sommer-Saison 2019 waren die Damen 65 in der 1. Verbandsliga. Jüngste Mannschaft am Start waren die Junioren U 12 in der Bezirksklasse B und älteste die Herren 75, die in der 2. Verbandsliga ungeschlagen mit 5:0 Siegen souverän die Meisterschaft holten. Sie bewiesen damit erneut, dass Tennis im WTC wirklich über alle Altersgrenzen hinwweg ein Sport für die ganze Familie ist Und manchmal können da die Kleinen besonders groß sein.