Dezimierter SSV knöpft dem HSV im Bezirksliga-Derby ein 3:3 ab

Fußball : Dezimierter SSV knöpft dem HSV im Bezirksliga-Derby ein 3:3 ab

In einem packenden und hitzig geführten Lokalderby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem HSV Langenfeld und dem SSV Berghausen gab es am Ende keinen Sieger – 3:3 (1:2). Nach dem vierten Spieltag ist die ungeschlagene Mannschaft von HSV-Trainer Daniel Cartus mit jetzt acht Punkten auf den fünften Platz abgerutscht, während sich der SSV und sein Coach Patrick Michaelis mit inzwischen fünf Punkten auf den neunten Platz verbessern konnten.

Nach einem verhaltenen Beginn ergriffen die Gäste die Initiative. Ergebnis: Der SSV gefiel jetzt durch gekonnte Ballpassagen und energisches Pressing. In der 14. Minute bediente der starke Arif Tuncer Justin Niedwororok, der HSV-Keeper Christian Cyrys keine Chance ließ – 1:0 für Berghausen. Der SSV drückte weiter aufs Tempo und wurde belohnt, als sich Tuncer rechts durchsetzte und Niedworok zum 2:0 bediente (41.).

Als HSV-Akteur Steffen Große Enking alleine auf das SSV-Gehäuse zustürmte und von Bilal El Marhouni gelegt wurde, gab es die Rote Karte für den Berghausener und einen Freistoß für den HSV an der Strafraumgrenze. Kurz darauf schlenzte Nils Dames das Spielgerät zum 1:2-Anschluss ins Tor (45.).

Nach dem Wechsel erhöhten die Hausherren den Druck gegen dezimierte Gäste. Alessandro Petri, von SSV-Keeper Oliver Wazakowski gefoult, verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:2 (57.). Fünf Minuten später wurde der HSV fürs erhöhte Engagement belohnt, als Petri nach dem schnell ausgeführten Freistoß von Grillo auf Marvin Klein zur Stelle war – 3:2 (62.).

Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste gaben jedoch nicht auf und ein Lupfer von Kapitän Malik Demba strich nur knapp über die Querlatte (72.). Kurz darauf schlug Demba einen Freistoß von der linken Seitenlinie in hohem Bogen in den HSV-Strafraum – und zur allgemeinen Verwunderung landete der Ball zum 3:3 im Netz (76.). Der HSV antwortete wütend, doch mehr als eine Großchance von Dogan Nazim Erbulan sprang nicht heraus (79.).

Cartus zeigte sich später angefressen: „Wir haben zu wenig an Leidenschaft und Bereitschaft gezeigt und in der ersten Halbzeit desolat gespielt. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind.“ Sein KollegeMichaelis war mit dem SSV sehr zufrieden: „Der HSV war in der ersten Halbzeit mit den beiden Treffern gut bedient, denn wir waren bedeutend besser. Unsere Mentalität hat das Remis gerechtfertigt.“

HSV Langenfeld: Cyrys, Jens Weidenmüller, Florian Neß, Große Enking, Marvin Klein (83. Timm Cartus), Dames, Kabbe (87. Ludwig), Kai Weidenmüller (28. Grillo), Becker, Krayer (35. Krayer), Petri.

SSV Berghausen: Wazakowski, El Marhouni, Paulmann, Tuncer, Wadenpohl, Niedworok (67. Thomas Komorek), Azhil, Kruse (78. Brusberg), Demba, Gerasch, Haarmann (87. Konstanty).

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