Volleyball: VC Ratheim verliert gegen Wuppertal, Landesligist TuS Beeck träumt weiter vom Aufstieg.

Volleyball-Oberligist VC Ratheim : Quittung für schlechte Trainingsmoral

Volleyball: Oberligist Ratheim verliert gegen Wuppertal 1:3 und offenbart dabei konditionelle Schwächen. Landesligist Beeck träumt weiter vom Aufstieg.

Oberliga-Herren: SV Bayer Wuppertal – VC Ratheim 3:1 (25:19, 27:25, 23:25, 25:22): Trainingsweltmeister waren die Oberliga-Volleyballer des VC Ratheim noch nie, doch in dieser Saison ist es ganz besonders schlimm. Immer wieder muss Trainer Hans Steffens mit einer Minimalbesetzung trainieren oder die Übungseinheiten mangels Spieler ganz absagen. Umso erstaunlicher ist es, welche gute Rolle die Ratheimer bisher in der Liga spielen: Mit acht Siegen aus 16 Spielen liegen sie auf Rang fünf in der Tabelle, können ganz entspannt dem Saisonfinale entgegensehen, da es in den letzten beiden Partien nur noch darum geht, schöne Spiele abzuliefern.

Doch gerade das scheint momentan das größte Problem des VC zu sein. Im Rückspiel gegen den SV Bayer Wuppertal gelang es auf jeden Fall nicht. Eigentlich hatten sich die Ratheimer fest vorgenommen, sich für die 0:3-Hinspielniederlage zu revanchieren, doch am Ende stand eine unnötige und vermeidbare 1:3-Niederlage (19:25, 25:27, 25:23, 22:25) zu Buche, mit der die Wuppertaler in der Tabelle an Ratheim vorbeigezogen sind. „Wuppertal gewinnt dank einer stabileren Annahme und eines konsequenteren Angriffs, doch wir verlieren das Spiel wegen mangelnder Konzentration und Kondition“, zeigt sich VC-Libero Markus Becker selbstkritisch.

Anders ist es momentan nicht zu erklären, warum jede Partie zu einer Berg- und Talfahrt für das Team aus der ehemaligen Zechenstadt wird. Tief- und Höhepunkte wechseln sich ab. Erarbeitet sich der VC eine Führung, kann man sich fast immer sicher sein, dass er sie umgehend wieder aus der Hand gibt. „Leider passiert es uns in dieser Saison immer wieder, dass wir das Heft des Handelns aus der Hand geben“, sagt Becker, „immer wieder passieren Fehler in den unpassendsten Momenten.“

So auch in der Partie gegen die Werkssechs aus Wuppertal: Nach verlorenem ersten Durchgang, in dem die Ratheimer so gar nicht in die Partie fanden und von Beginn an einem Rückstand hinterherliefen, schien es in Satz Nummer zwei so, als hätte der VC sich zur Mitte des Spielabschnittes gefangen. Punkt um Punkt kämpfte er sich heran, machte aus einem 16:19-Rückstand eine 20:19-Führung, holte sich zwei Satzbälle, die aber beide kläglich vergeben wurden. „Da waren wir nah dran an der Wende“, ist sich Becker sicher. Doch es kam anders: Wuppertal nutzte seinerseits die erste Möglichkeit zur 2:0-Satzführung. Zwar gaben sich die Ratheimer in der Folge nicht auf, verkürzten in den Sätzen noch einmal auf 1:2, doch nachdem sie in Durchgang vier eine Vier-Punkte-Führung verspielt hatten, war der Drops gelutscht. „Betrachtet man die Sätze zwei und vier einmal genauer, so ist die Niederlage mehr als unnötig“, sagt Becker, „anders sind die zwei nicht genutzten Satzbälle und die verspielte Führung in Satz vier wohl nicht zu beschreiben.“

Landesliga, Frauen: TuS Beeck – Eilendorfer TV 3:1 (25:23, 25:15, 19:25, 25:16): Die Volleyballerinnen des TuS Beeck kommen ihrem großen Ziel, der Aufstiegsrelegation, immer näher. Gegen den Eilendorfer TV, gegen den das Team von Trainer Andreas Feiden in der Hinrunde noch glatt mit 0:3 verlor, siegte Beeck nach überzeugender Vorstellung nun mit 3:1. „Wir haben noch eine Spur besser gespielt als eine Woche zuvor gegen PSTV Aachen“, sagt Feiden. „Und wie im Hinspiel war Eilendorf ein starker Gegner.“ Beeck festigte durch den 3:1-Erfolg den zweiten Rang, der am Ende zur Relegation berechtigt. Die Beeckerinnen erwischten einen guten Start und holten sich nach knappem ersten Satzgewinn deutlich den zweiten. „Im dritten Satz hatten wir auf einmal Konzentrationsschwierigkeiten“, merkt Beecks Trainer an. Die Folge: Eilendorf entschied den Satz mit 25:19 für sich. Feiden stellte anschließend um, beorderte Nathalie Boddart von der Außen- auf die Diagonal-Position. Mit Erfolg: Im vierten Satz ließ Beeck beim 25:16-Satzgewinn wenig anbrennen.

Erkelenzer VV – PTSV Aachen IV 3:2 (27:25, 18:25, 19:25, 27:25, 15:9): Nach zwei Niederlagen gegen Ligaprimus Pulheim und Hürth ist der EVV in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den Tabellensiebten aus Aachen siegten die Erkelnzerinnen hingegen erst im Tiebreak.

Bezirksliga, Herren: SG Aachen II – Erkelenzer VV 2:3 (25:19, 19:25, 25:23, 23:25, 10:15): Durch einen 3:2-Erfolg gegen die SG Aachen II hält der EVV das Aufstiegsrennen weiter offen, zumindest theoretisch. Denn Erkelenz muss nun darauf hoffen, dass Ligaprimus Neptun Aachen V am letzten Spieltag gegen PTSV Aachen Federn lässt. „Davon ist aber nicht auszugehen, deshalb planen wir mit der Relegation, die wir auch schon sicher haben“, sagt EVV-Trainer Guido Roosen.

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