Mittelrheinliga: Start auf Rasen für Beeck : Beecker freuen sich auf den Naturrasen

Mittelrheinliga: Der FC Wegberg-Beeck spielt am Freitag zu Hause gegen den langjährigen Rivalen FC Hennef. Nach mehr als drei Monaten findet damit wieder ein „richtiges“ Rasenmatch statt.

Einige Extraschichten hat in den vergangenen Tagen Manni Schneider absolviert. Der Platzwart des FC Wegberg-Beeck war damit beschäftigt, den Naturrasen im Waldstadion auf Vordermann zu bringen. Gut drei Monate ist der nicht mehr für ein Training oder Spiel genutzt worden. Das letzte Meisterschaftsspiel dort war am 30. November das 3:0 gegen den 1. FC Düren.

Am Freitag nun erlebt der Platz seine Premiere 2019: Im ersten Heimspiel des Jahres trifft Beeck auf den langjährigen Rivalen FC Hennef, Anstoß ist um 20 Uhr. „Ja, wir freuen uns sehr, dass wir endlich mal wieder auf unserem Naturrasen spielen können“, bekräftigt Beecks Spielführer Sebastian Wilms. Diese gewaltige Vorfreude nach allen Testspielen, dem Punktspielstart in Vichttal (2:4) sowie dem Mittelrheinpokal-Viertelfinale in Bergisch Gladbach (2:1) auf Kunstrasen teilt auch Trainer Friedel Henßen: „Auch wenn wir Kunstrasen gewohnt sind und der für uns kein Nachteil ist: Natürlich ist es schön, mal wieder auf unserem Stadionrasen spielen zu können – und das auch noch Freitagabend unter Flutlicht.“

Und eines betont Henßen auch: „Auch wenn wir in Vichttal den Nimbus der Unbesiegbarkeit eingebüßt haben: Daheim ist unsere Weste noch blütenweiß, haben wir bislang alle Spiele gewonnen. Das wollen wir gegen Hennef fortsetzen.“ Ein Vorteil sei dabei sicherlich, dass man bereits zwei Pflichtspiele absolviert habe und somit schon im Rhythmus sei. Hennef dagegen hat seit Mitte Dezember, dem 3:2 gegen Viktoria Arnoldsweiler, kein Pflichtspiel mehr bestritten, sich unter anderem mit neun Testspielen auf den Ernstfall vorbereitet. Henßen: „Von daher ist Hennef schwer einzuschätzen. Auf alle Fälle erwarte ich ein enges Spiel – so wie es häufig gegen Hennef der Fall war.“ Davon zeugten auch die beiden bisherigen Saison-Vergleiche. Das Meisterschaftsspiel in Hennef gewann Beeck etwas glücklich 1:0. Weitaus umkämpfter war dann das Mittelrheinpokal-Zweitrundenspiel auf dem Hennefer Kunstrasen: Nach sehr turbulentem und abwechslungsreichem Verlauf gewann Beeck nach Elfmeterschießen 5:3. Nicht in den Griff bekam Beeck dabei vor allem den japanischen Wirbelwind Yoshiaki Kikuchi. Besonderes Augenmerk verdienen heute zudem André Klug und Sven Brand (beide je sieben Saisontore).

Ebenso wie bei Beeck mit Maurice Passage ist auch in Hennef der Kapitän nicht dabei: Ende Januar hat sich Marius Ehrenstein einen Kreuzbandriss zugezogen. „Wir haben darauf verzichtet, dafür noch einen neuen Spieler zu holen, zumal das Transferfenster zwei Tage später schon schloss“, erläutert Hennefs Sportlicher Leiter Dirk Hager. Statt dessen zogen die Hennefer aus der eigenen U 19 Abwehrspieler Aron Ingi Andreasson Schmidt hoch – der ungewöhnliche Name erklärt sich dadurch, dass der 18-Jährige elterlicherseits halb Deutscher, halb Isländer ist. „Aron ist aktueller isländischer U19-Nationalspieler. Wir sind stolz darauf, dass es mit ihm mal wieder ein Spieler aus der eigenen Jugend in die Erste Mannschaft geschafft hat“, sagt Hager.

Wie Henßen erwartet auch er ein enges Match – „auch wenn es in dieser Saison für jedes Team sicherlich die schwerste Aufgabe ist, in Beeck anzutreten. Aber solche Spiele lieben unsere Jungs“. Dazu kann Hennef recht entspannt die Partie angehen. Angesichts von 14 Punkten Rückstand auf Beeck wird der Tabellenvierte nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen können. „Dennoch werden wir uns für die Regionalliga bewerben, auch wenn die Chance auf den Aufstieg in der Tat eher theoretisch ist“, kündigt Hager an. Mittelfristig peile der Verein aber schon die Rückkehr in die 4. Liga an: „Trainer Sascha Glatzel und ich haben vor Kurzem unsere Verträge um jeweils drei Jahre verlängert. In dieser Zeit würden wir sehr gerne den Aufstieg schaffen.“ Und in der laufenden Saison würde sich Hennef gerne noch zumindest einen Platz vorarbeiten. „Borussia Freialdenhoven liegt nur einen Punkt vor uns.“

Mehr von RP ONLINE