Mittelrheinliga: FC Wegberg-Beeck gewinnt durch Elfmetertor gegen Hennef

Mittelrheinligist gewinnt gegen Hennef : Drevinas Elfmeter beschert Beeck drei Punkte

Mittelrheinliga: Gegen den Tabellenvierten FC Hennef gewinnt der FC Wegberg-Beeck durch ein frühes Elfmetertor mit 1:0 (1:0).

Nach der 2:4-Pleite des FC Wegberg-Beeck gegen den VfL Vichttal zum Rückrundenauftakt in der Mittelrheinliga verlief das zweite Spiel des Spitzenreiters erfolgreicher. Gegen den Tabellenvierten FC Hennef gewann die Mannschaft von Trainer Friedel Henßen mit 1:0 (1:0).

Doch es war keineswegs ein hochklassiges Spiel. Dafür leisteten sich beide Mannschaften zu viele Fehler. Der erste dieser Art unterlief den Gästen gleich in der siebten Minute. Im Strafraum foulte Yannick Genesi den anstürmenden Shpend Hasani, und der sichere Schiedsrichter Francisco Lahora Chulian aus Bonn zögerte keine Sekunde: Elfmeter. In aller Ruhe legte sich Armand Drevina das Leder zurecht, gegen seinen halbhohen Schuss ins rechte Toreck hatte der Hennefer Schlussmann Niclas Altmann keine Chance.

„Fürs erste Spiel nach so einer langen Winterpause sind wir ganz gut rausgekommen“, urteilte Hennefs Trainer Sascha Glatzel hinterher. Zu Recht, denn in der Folge steckte Hennef den Rückstand klaglos weg und versuchte sich an Ergebniskorrektur.

Zumeist mit langen Bällen kamen die Gäste wiederholt an und auch in den Strafraum der Beecker. Doch die Abwehr stand sicher oder hatte in Stefan Zabel einen reflexstarken Torhüter. Die Schüsse von Andre Klug (13., 43.) und Matthias Roder (35.) gingen indes weit über das Gehäuse. Bei dem ersten Eckstoß für Hennef regierte Zobel gegen den Kopfball von Muhammed Özdemir glänzend.

Die Hausherren versuchten mit frühem Pressing den Spielaufbau von Hennef zu stören, mit einigem Erfolg. Gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Hennefer taten sich Hasani und Co allerdings auch schwer, in einem geordneten Spielbau Torchancen zu kreieren. Hasani (17.) scheiterte bei seinem Schuss an einem Verteidigerfuß, Thomas Lambertz (28.) verschoss mehrmals oder der Freistoß (33.) von Hasani aus aussichtsreicher Position landete in der Verteidigermauer. Bis zur Pause erlebten die etwa 230 Zuschauer bei kühler Witterung ein Spiel im Mittelfeld, das nicht unbedingt zur individuellen Erwärmung beitrug.

Beeck-Trainer Henßen vermisste ein wenig die Ruhe in seiner Mannschaft, die sich auch nach dem Seitenwechsel bemühte, das Ergebnis klarer zu gestalten. „Wir hatten heute vom Einsatz und Bereitschaft her Phasen, wo wir gut Fußball gespielt haben. Trotzdem merkt man, dass wir ein wenig mehr Ruhe im Spiel brauchen.“

Mit Ausnahme einer Großchance für Hennef kurz vor Abpfiff, als Klug einen Kopfball aus kurzer Distanz am Wegberger Tor vorbei setzte, bestimmten die Hausherren zumeist das Geschehen auf dem Platz. Die wenigen Chancen allerdings wurden überhastet vergeben. Dem Tabellenführer war der Druck anzumerken, nach der Pleite in Vichttal auf jeden Fall punkten zu wollen.

„Dat is ein Gepöhle“, klang es von der Zuschauertribüne; nicht ganz aus der Luft gegriffen. Aber gegen die nie nachlassenden Gäste wollte ein planvoller Spielaufbau nur selten gelingen. Und wenn der Ball doch einmal im Hennefer Strafraum ankam, stand dort ein sicherer Schlussmann, der im direkten Duell gegen Hasani (65.) und in anderen Situationen die Oberhand behielt. „Uns fehlt noch der letzte Punch, um bei den wichtigen Chancen auch die Tore zu machen“, stellte sich Glatzel vor seine Jungs. „Wir mussten in der Abwehr umstellen, da fällt es im Spiel nach vorne dann deutlich schwerer, erfolgreich zu sein“, war Trainer Henßen mit der Leistung zufrieden.

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