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Regionalliga West: Nur bei einem Sieg gegen Ahleb bleibt Beeck ein wenig Hoffnung

Regionalligist empfängt RW Ahlen : Nur bei einem Sieg bleibt Beeck ein wenig Hoffnung

Der FC Wegberg-Beeck muss am Samstag das Heimspiel gegen RW Ahlen unbedingt gewinnen, um seine kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Regionalliga zu wahren. Im Saisonendspurt spitzt sich die Lage im Tabellenkeller immer mehr zu.

Zehnmal hat der FC Wegberg-Beeck in dieser Saison bislang Remis gespielt – bevorzugt 1:1. Zweimal sicherten sich die Kleeblätter den Teilerfolg erst durch zwei sehr späte Ausgleichstore – beide Male daheim: Sowohl gegen den KFC Uerdingen als auch gegen den SV Rödinghausen glich Shpend Hasani jeweils kurz vor Schluss zum 1:1 aus.

Keines dieser zehn Remis war aus Beecker Sicht jedoch so unglücklich wie das in Ahlen: In Überzahl fing sich der deutlich überlegene FC nach einer Ecke quasi aus dem Nichts das 1:1 ein, in den verbleibenden 25 Minuten vergab der mächtig drängende Gast gleich mehrere Matchbälle. Zur Krönung traf kurz vor Schluss der eingewechselte Aaron Allwicher mit einem wuchtigen Schuss den unmittelbar vor dem Ahlener Tor postierten Sebastian Wilms, der so höchst unfreiwillig Beecks Siegtreffer verhinderte. Würde es beim FC einen Saison-Rückblick in bewegten Bildern geben – diese Szene wäre mit Sicherheit dabei. „Dieses 1:1 war für uns sehr bitter“, erinnert sich daran auch FC-Coach Mark Zeh noch lebhaft.

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Nun steht das Rückspiel gegen die Rot-Weißen im Waldstadion an – und da zählt für Beeck bei nur noch vier Spielen und angesichts von sechs Punkten Rückstand aufs rettende Ufer nur ein Sieg, wenn das zarte Pflänzchen Hoffnung weiterblühen soll. Gewinnt Beeck nicht, wäre der dritte Regionalliga-Abstieg nach 2016 und 2018 zwar noch nicht besiegelt, aber mehr als wahrscheinlich – zumal kommenden Freitag der Gang zum Topteam RW Essen ansteht.

Trotz 40 Punkten – und damit neun mehr als Beeck – ist aber auch Ahlen, das auf Platz zehn steht, noch lange nicht gerettet. Während sich der Aufstiegskampf mittlerweile auf Essen und Preußen Münster reduziert hat, herrscht im Keller heftiges Gedrängel. „Echt Wahnsinn, wie eng es im Abstiegskampf zugeht“, stellt Zeh fest – und betont: „Wir wollen da auch noch ein Wörtchen reden. Dafür brauchen wir gegen Ahlen natürlich zum einen selbst einen Sieg – und zum anderen auch ein paar passende Resultate der Konkurrenten.“

So stehen sich im Westfalen-Duell die beiden abstiegsgefährdeten Klubs Lippstadt und Schalkes U 23 gegenüber, und Bonn steht gegen Rödinghausen unter Druck. Nicht unerheblich ist aber gerade auch, was der SV Straelen, der Vorletzte der Rückrundentabelle, beim direkten Konkurrenten U 23 Borussia Mönchengladbach macht. Hätte am Mittwoch Alemannia Aachen das Nachholspiel gegen Kölns U 21 gewonnen (es endete 1:1), würde Straelen jetzt schon auf dem ersten Abstiegsplatz stehen.

Wie sehr die Nerven bei den Niederrheinern blank liegen, verdeutlicht der erneute Trainerwechsel unter der Woche: Nach Benedict Weeks, dem Sportlichen Leiter und Interimscoach Rudi Zedi, Thomas Gerstner und erneut Zedi steht für die restlichen vier Spiele in Straelen nun der gerade mal 33 Jahre alte Steffen Weiß, zuletzt bei der SG Sonnenhof Großaspach tätig, auf der sportlichen Kommandobrücke – quasi der fünfte Trainer des SVS in dieser Spielzeit.

Ähnlich wie Straelen befindet sich aber auch Ahlen im Abwärtssog: 26 der bislang 40 Punkte holte die Truppe von Coach Andreas Zimmermann in der Hinrunde. In der Rückrundentabelle stehen die Rot-Weißen ebenfalls auf einem Abstiegsplatz – Beeck übrigens nicht. Von enormer Bedeutung wird für Ahlen daher auch der kommende Mittwoch werden. Da steht daheim das Nachholspiel gegen Aachen an. Fazit: Am späten Mittwochabend könnte die Situation im Keller schon wieder ganz anders als zurzeit aussehen.

Worauf auch Beeck hofft. Immerhin kann der FC auf alle Mann des Kaders zurückgreifen – kein Akteur ist verletzt oder gesperrt. Als Mutmacher zieht Zeh das Heimspiel der Vorsaison gegen Ahlen heran: „Das haben wir gewonnen.“ Das 2:1 war damals hart umkämpft. Beeck bog  die Partie nach Rückstand noch komplett um, ehe das Spiel in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zwei denkwürdige Momente bereithielt: Erst vergab Jeff-Denis Fehr aus kürzester Distanz die Entscheidung, im direkten Gegenzug rettete Keeper Stefan Zabel den Dreier mit einer Weltklasseparade.