Zebras dicht vor der Rettung So könnte der MSV den Klassenerhalt am Sonntag perfekt machen

Düsseldorf · Der MSV Duisburg hat gute Aussichten, schon am Sonntag im Heimspiel gegen 1860 München den Klassenerhalt in der 3. Liga perfekt zu machen – und das nach einer Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Was dafür passieren muss.

 MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp.

MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp.

Foto: dpa/Revierfoto

Man kann dem MSV Duisburg in dieser Saison vieles vorwerfen, mangelnde Moral gehört definitiv nicht dazu. Beispiel gefällig? Auf das desaströse 1:5 beim 1. FC Kaiserslautern am 32. Spieltag fanden die Meidericher die richtige Antwort. Mit Siegen gegen den Halleschen FC (2:1) und bei Viktoria Berlin (1:0) konnte sich das Team von Trainer Hagen Schmidt nicht nur rehabilitieren, sondern entledigte sich nahezu allen Abstiegssorgen.

Vier Spieltage vor dem Ende der Saison in der Dritten Liga haben die „Zebras“ 38 Punkte auf dem Konto und somit acht Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Rechnerisch ist der MSV damit noch nicht durch. Wenn alles passt, könnten die Zebras an diesem Wochenende aber den Klassenerhalt perfekt machen – ein eigener Sieg und ein Patzer eines Konkurrenten vorausgesetzt. Trotz der guten Ausgangslage im Kampf um den Klassenverbleib warnte Sport-Geschäftsführer Ralf Heskamp vor allzu großer Euphorie. „Die zwei Siege taten gut. Aber wir sind noch nicht hundertprozentig durch“, sagte Heskamp der „WAZ“.

  • Szenario eins: Der SC Verl (37 Punkte) gastiert am Samstag beim 1. FC Saarbrücken. Punktet der Sportclub nicht dreifach und gewinnt der MSV, hätte die Schmidt-Elf elf Punkte Vorsprung. Bei noch drei ausstehenden Spielen wäre der MSV uneinholbar vor den Ostwestfalen. Selbst ein Remis von Verl in Saarbrücken würde dem MSV reichen. Das Hinspiel gewann Saarbrücken mit 4:2.
  • Szenario zwei: Auch von einer Niederlage von Viktoria Berlin (34 Punkte), aktuell Tabellen-16., könnte der MSV profitieren. Vorausgesetzt die Zebras gewinnen ihr Heimspiel gegen 1860. Die Berliner liegen vier Punkte hinter Duisburg, haben zudem eine Partie mehr bestritten. Verliert der Aufsteiger bei den Würzburger Kickers (Samstag, 14 Uhr), könnte der MSV den Vorsprung mit einem Sieg auf sieben Punkte vergrößern – und wäre damit nicht mehr einzuholen.

Der Klassenerhalt, das Minimalziel, wäre ein einigermaßen versöhnliches Ende nach einer turbulenten Saison mit mehr Tiefen als Höhen. „Man muss immer die ganze Saison betrachten, was wir alles erlebt haben. Wie wir uns dort immer freigeschaufelt haben und die Dinge hinter uns gelassen haben“, sagte Trainer Schmidt nach dem Sieg in Berlin. Der Abstiegskampf habe den „Charakter der Jungs gezeigt, die fighten und brennen“.

Bereits als Absteiger feststehen der TSV Havelse und Türkgücü München (Rückzug), zwei weitere werden noch gesucht. Einen Platz werden aller Voraussicht nach die Würzburger Kickers einnehmen. Zehn Punkte trennen die Kickers von einem Nichtabstiegsplatz. Der Gang in die Regionalliga ist damit so gut wie besiegelt. Neben dem MSV, Verl und Viktoria Berlin stecken auch noch der Hallesche FC (37 Punkte/32 Spiele) und Viktoria Köln (37 Punkte/32 Spiele) im Keller fest.

(old)