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Feuer in Hückelhoven, Erkelenz und im Meinweg

Feuerwehr warnt dringlich aufgrund der Trockenheit : Erneut mehrere Brände im Erkelenzer Land

Wehrleute löschten in den vergangenen Tagen kleinere Feuer in Hückelhoven, einen Flächenbrand bei Süsterseel und einen Brand im Meinweg. Dabei sind die Feuer oft leicht zu vermeiden, appellieren die Einsatzkräfte an die Bürger.

Es ist trocken – wieder mal. Regen gab es in den vergangenen Tagen und Wochen so gut wie gar nicht. Eine solche Situation ruft die Feuerwehren ganz besonders auf den Plan, denn die Wehrleute rücken wieder zu Einsätzen aus, die eigentlich vermeidbar wären.

„Sehr problematisch sind die Menschen, die Unkraut abflämmen. Selbst wenn – nehmen wir das mal als Beispiel – die Hecke 20 Meter weit weg ist, kann ein Funke diese Strecke locker überwinden und diese Hecke, die gerade jetzt sehr trocken ist, in Brand setzen. Es ist doch eigentlich bekannt, dass sich ein Feuer dann rasend schnell ausbreitet“, sagt Helmut van der Beek, der Leiter der Feuerwehr der Stadt Erkelenz. Einsätze dieser Art würde er seinen gut 350 Wehrleuten gerne ersparen. Vor allem auch in diesen Zeiten, in denen immer noch gilt, sich bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen. Seine Wehrleute sind bei diesen Einsätzen immer damit beschäftigt, die Verursacher ausführlich aufzuklären, damit sie erkennen, dass sie es selbst sind, die Gefahren vermeiden können.

Im Nationalpark Meinweg hat es am Dienstag wieder gebrannt. Im Rathaus des niederländischen Roerdalens waren keine Einzelheiten zu erfahren, das Feuer soll aber nach Informationen der deutschen Feuerwehr klein und rasch gelöscht gewesen sein. Im April waren hier Flächen so groß wie drei Fußballfelder verbrannt, die Gemeinde Herkenbosch wurde evakuiert. Auch die Niederländer warnen aufgrund der Trockenheit: nicht im Wald rauchen oder Feuer anzünden, Autos nicht auf trockenem Gras parken. Zu einem größeren Waldbrand rückten Feuerwehren aus dem Kreisgebiet nach Süsterseel aus.

Kleinere Brände löschte die Feuerwehr Hückelhoven. Sie wurde am Pfingstsamstag um 11.14 Uhr nach Ratheim alarmiert. An einem Mehrfamilienhaus an der Korstenstraße war aus unbekannter Ursache ein Gebüsch in Brand geraten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Anwohner das Feuer bereits gelöscht. Gegen 20.40 Uhr wurde ein Lagerfeuer an der Rur gemeldet. Da sich dort keine Personen mehr aufhielten, wurde vorsorglich die Feuerwehr in Marsch gesetzt. Die Einsatzkräfte konnten vom Rur-Rad-Wanderweg auf der gegenüberliegenden Seite die Brandstelle lokalisieren. Es gab keinen direkten Zuweg, so dass die Kräfte ein B-Rohr einsetzten und durch zielsicheres Anvisieren das Feuer von der gegenüberliegenden Seite löschten. Zusätzlich wurden der Brandsaum sowie das Umfeld großzügig gewässert.

Gegen 22.57 Uhr löschten Feuerwehrleute zwei brennende Restmülltonnen an der Doktor-Ruben-Straße. Pfingstsonntag rückte die Wehr um 14.24 Uhr nach Brachelen aus: An einem Wirtschaftsweg stand aus unbekannter Ursache ein Baumstumpf in Flammen.