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Waldbrand 2021 in NRW: Aktuelle News und Infos zu Bränden in Deutschland und der Welt

Waldbrand 2021 in NRW: Aktuelle News und Infos zu Bränden in Deutschland und der Welt (Foto: dpa/Tracy Barbutes)

Waldbrand

 In den vergangenen Jahren brannte so viel Wald wie nie zuvor. Aber nur die wenigsten Brände haben natürliche Ursachen. Wir beantworten hier Fragen rund um das Thema Waldbrand. 

Dass sich etwas wie „ein Lauffeuer“ ausbreitet, ist schon lange als geflügeltes Wort in den Sprachgebrauch eingegangen. Dabei umschreibt ein Lauffeuer die erste Stufe eines Waldbrandes, die sich eben sprichwörtlich schnell ausbreiten und verstärken kann.

In den vergangenen Jahren haben die Waldbrände nicht nur in Deutschland, sondern weltweit deutlich zugenommen. Forscher führen das auf den Klimawandel und damit einhergehende zunehmende Trockenperioden in vielen Regionen zurück.    

Wie hoch ist die Waldbrandgefahr in NRW und Deutschland?

 Die Waldbrandgefahr in Deutschland und in NRW ist regional und saisonal sehr unterschiedlich. Das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung erhebt Statistiken über die Waldbrände in Deutschland. Demnach sind größere Gebiete Nordostdeutschlands, das östliche Nordwestdeutschland sowie das Oberrheinische Tiefland Regionen, in denen öfter als in anderen Waldbrände entstehen. 

Die Waldbrandgefahr ist dabei auch abhängig von der Art des Bodens, wobei sandige und damit trockene Gebiete eher betroffen sind. Ferner spielt die Art des Waldes eine Rolle. Reine Laubwälder sind etwa weniger empfindlich als Mischwälder mit Nadelbäumen. Am gefährdetsten sind reine Nadelwälder. Sowohl die Nadelbäume wie Tanne, Fichte, Kiefer & Co, brennen wegen des hohen Anteils ätherischer Öle sowie ihres Harzes besser, als auch die am Boden liegenden abgestorbenen Nadeln. 

Auch lichtere Wälder mit ausgeprägtem Unterholz, Kahlflächen oder saisonal Laubwälder im Frühjahr oder Herbst (mit wenigen Blättern) sind eher brandgefährdet. 

Ansonsten hängt die Waldbrandgefahr von der Witterung über längere Zeit ab. Wenig Regen, hohe Temperaturen und Wind erhöhen die Gefahr. Der Deutsche Wetterdienst erstellt dafür einen aktuellen Waldbrandgefahrenindex, der fünf Stufen von 1 sehr geringe Gefahr bis 5 sehr hohe Gefahr umfasst. Darin fließt auch ein, wie trocken die Böden etwa durch Hitzeperioden der Vorjahre sind. 

Generell steigt laut den Statistiken die Gefahr durch längere Trockenzeiten und weniger Regen. 

Wo gibt es die meisten Waldbrände? 

In Deutschland gab es in jüngster Zeit die meisten Waldbrände in Brandenburg, gefolgt von Niedersachsen und Bayern.  

Häufige Brände gibt es im tropischen Regenwald des Amazonas, die meist absichtlich gelegt werden, um Ackerfläche zu gewinnen. Im Jahr 2019 gerieten diese außer Kontrolle, und es gab ausgedehnte Brände in Brasilien, Bolivien, Kolumbien, ParaguayPeru und Argentinien

Große Brände gibt es regelmäßig in den Ländern entlang der Mittelmeerküste. Im Sommer 2021 waren besonders Griechenland und seine Inseln, die TürkeiItalien und Spanien betroffen.  

Kalifornien sowie die gesamte Westküste Nordamerikas, im Sommer 2021 sogar ausgedehnte Teile Nordwest-Kanadas, werden regelmäßig von großen Waldbränden heimgesucht, bei denen oft auch Siedlungen in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Hitzewellen in Sibirien in den vergangenen Jahren führten ebenfalls zu ausgedehnten Feuern in den abgelegenen dichten Wäldern dort. 

Ferner sind Australien und Südostasien immer öfter von ausgedehnten Buschbränden betroffen. 

Häufige Waldbrände gibt es auch in den Tropen Afrikas - allerdings dort eher aus natürlicher Ursache und lokaler begrenzt.

Alle News und weitere Infos zum Thema Waldbrand finden Sie hier.

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