Feuerwehr in Viersen Waldbrandgefahr: Feuerwehr gut aufgestellt

Viersen · Die Feuerwehr Viersen hat auf die steigende Zahl von Waldbränden reagiert und ihr Einsatzkonzept überarbeitet, damit möglichst schnell reagiert werden kann.

 Die Feuerwehr setzt bei Waldbränden auf verschiedene Fahrzeuge. Sie kann notfalls auch ein Vakuumfass der Städtischen Betriebe nutzen.

Die Feuerwehr setzt bei Waldbränden auf verschiedene Fahrzeuge. Sie kann notfalls auch ein Vakuumfass der Städtischen Betriebe nutzen.

Foto: Stadt Viersen/Feuerwehr

Es ist heiß, es regnet so gut wie nie: Der Deutsche Wetterdienst meldet für die Region für die kommenden Tage den Waldbrandgefahrenindex 3 (mittlere Gefahr) und den Graslandfeuerindex 4 (hohe Gefahr). „Neben diesen allgemeinen Werten gilt aber: In einzelnen Gebieten kann die Waldbrandgefahr deutlich höher sein“, informiert Stadtsprecher Frank Schliffke. „Das ist beispielsweise in Bereichen der Süchtelner Höhen und des Hohen Busches der Fall.“

Die Feuerwehr Viersen sei gut aufgestellt und habe auf die steigende Zahl von Wald- und Vegetationsbränden reagiert, berichtet der Stadtsprecher. „Ein überarbeitetes Einsatzkonzept sorgt dafür, dass die Wehr insbesondere die Viersener Wald- und Heideflächen noch effektiver schützen kann. Sowohl feuerwehrtaktische Verbesserungen als auch die Erweiterung der technischen Ausstattung tragen dazu bei.“ Die Überarbeitung des Konzepts sei nicht nur eine Reaktion auf die steigende Einsatzzahl im Zuge des Klimawandels. Sie stütze sich auch auf Erfahrungen aus vergangenen Bränden. „So zeigte sich beim bislang größten Einsatz, dem Brand im Nationalpark De Meinweg 2020, dass die Bekämpfung solcher Vegetationsbrände mit der damals vorhandenen technischen Ausstattung umständlich war.“

Eine der größten Herausforderungen bei Einsätzen wie diesem ist dem Stadtsprecher zufolge die Versorgung mit Löschwasser. „Heute verfügen die Wehrleute über umfangreiches Kartenmaterial, das ihnen den schnellen Weg zu Wasserversorgungsmöglichkeiten zeigt. Zufahrtswege sind klar beschrieben, ebenso wie Bereitstellungsräume oder auch Wasserübergabestellen.“ Die Anschaffung eines Vorauslöschfahrzeugs (VLF) habe die Möglichkeiten bei der Brandbekämpfung erweitert: „Basis des VLF ist ein geländegängiger Pick-up, auf dessen Ladefläche Module nach Bedarf transportiert werden. Der Wagen ist kleiner, schneller und wendiger als ein großes Feuerwehrfahrzeug. Das bedeutet, er kann gerade im Gelände früher an der Brandstelle sein.“

Verbessert und umfangreich neu beschafft wurde, wie Schliffke berichtet, technische Ausrüstung. „So gibt es jetzt leichte Brandschutzkleidung für die Einsatzkräfte. Das verringert die körperliche Belastung im Einsatz erheblich.“ Mobile Löschwasserbehälter gehören zur neuen Ausstattung für Fahrzeuge, die so 5000 Liter Löschwasser mitführen könnten. Eine Drohne mit Wärmebildkamera erleichtere es der Feuerwehr, die Lage großflächig zu erkunden. „Wieder in Betrieb genommen wurde der alte Wasserhochbehälter in der Nähe des Bismarckturms. Hier werden rund 300 Kubikmeter Wasser dauerhaft vorgehalten.“ Das Wasser könne im Notfall zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Und: „Die Städtischen Betriebe haben für die Bewässerung von Bäumen und Grünanlagen ein Vakuumfass beschafft. Die Feuerwehr kann bei Bedarf auf dieses Fass zurückgreifen. Damit können zeitnah neun Kubikmeter Löschwasser an einen Einsatzort gebracht werden.“

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