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Michael Nimczyk beim 125. Traber-Derby im Dauereinsatz

Trabrennen : Michael Nimczyk beim 125. Traber-Derby im Dauereinsatz

Der Deutsche Meister der Berufsfahrer aus Schiefbahn hat sich für den Höhepunkt am Sonntag und den Stutenpreis am Samstag qualifiziert. Insgesamt sitzt er an den drei Derbytagen fast 20 Mal im Sulky.

(lus) Mit einem weinenden und einem lachenden Auge kehrte Michael Nimczyk von den Qualifikationsläufen für das 125. Deutsche Traber-Derby aus Berlin zurück. Die beiden Endläufe um die Krone des deutschen Trabrennsports und den Stutenpreis finden am kommenden Wochenende an der Spree auf der Bahn von Mariendorf statt.

Zunächst erlebte der Deutsche Meister der Berufsfahrer aus Schiefbahn eine böse Überraschung. Denn mit seinem schnellen Hengst „Jonny Hill“ stand einer Qualifikation für das Finale eigentlich nichts im Wege. Doch er verpasste einen der drei ersten Plätze, weil sein Pferd nach einer kurzen Verletzungspause doch noch nicht in Topform war. Aber seine Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Denn mit „Straight Flush“ gewann er den vierten Vorlauf. Auch „Cunningham“ aus dem Pferdesportzentrum Kaiserhof in Schiefbahn qualifizierte sich mit Fahrer Robin Bot im Sulky für das Finale. Das gelang Nimczyk dann auch noch mit „Venture Capital“, der im Finale von Gastfahrer Michael Larsen gelenkt wird. Derby-Topfavorit ist zweifelsohne „Keytothill“ mit Oldie-Champion Heinz Wewering im Sulky. Der pfeilschnelle Hengst gewann nicht nur einen der vier Vorläufe souverän, sondern auch beide Derby-Vorprüfungen.

Am Samstag geht Michael Nimczyk beim Stutenderby als Titelverteidiger an den Start. Im Vorjahr feierte er mit der glanzvollen „La Garce“ seinen ersten großen Derby-Erfolg. Diesmal peilt „Meiki“, wie er von seinen Familienmitgliedern und Freunden genannt wird, mit „Kyriad Newport“ eine gute Platzierung an, mit der er einen Vorlauf gewann. „Ich freue mich riesig auf das Derby-Wochenende und bin zuversichtlich, dass wir in den beiden Finalläufen gut mitmischen können“, sagte der 34-Jährige mit dem Goldhelm als Zeichen des Champions im RP-Gespräch. Die Krönung für den ungekrönten Traberkönig, der in diesem Jahr vor dem Gewinn der zehnten Deutschen Meisterschaft steht und die Rangliste mit 97 Siegen unangefochten anführt, wäre der Sieg beim Jubiläums-Derby. Neben seinem unumstrittenen Können braucht Nimczyk auch das notwendige Glück. Denn die Konkurrenz ist groß.

Das Traber-Derby, das seit 1895 nur ein einziges Mal wegen des 2. Weltkrieges 1945 nicht stattfand, gehört in Berlin zu den sportlichen Höhepunkten des Jahres. Normalerweise verfolgen am Sonntag gut 10 000 Zuschauer die Rennen. Wegen der Crona-Pandemie werden nur 5000 zugelassen. Insgesamt gibt es für die Pferdebesitzer in den beiden Finalläufe 500.000 Euro an Preisgeldern zu gewinnen. Das Derby-Wochenende beginnt bereits am Freitag. Nimczyk ist an allen drei Tagen im Dauereinsatz. Insgesamt wird er fast 20 Mal im Sulky sitzen.