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Teutonia St. Tönis: Mit Kontinuität nach oben

Fußball-Oberliga : Mit Kontinuität nach oben - Sonntag startet Teutonia in die Oberliga

Zum Auftakt trifft der Aufsteiger auf Germania Ratingen. Stürmer Brian Drubel ist angeschlagen, hofft aber, sein 100. Pflichtspieltor für St. Tönis erzielen zu können.

Neun Jahre ist es mittlerweile her, als Teutonia St. Tönis sein Image als Dauergast der Kreisliga B ablegte. Was folgte, war ein Weg, der kontinuierlich nach oben führte. Unter Trainer „Kalli“ Himmelmann ging es in der Saison 2014/15 erstmals hoch in die Landesliga, die die Teutonen in einem dramatischen Finale am letzten Spieltag der Saison 2015/16 durch eine 1:2-Niederlage wieder verlassen mussten. An der direkten Rückkehr war der heutige Trainer Bekim Kastrati als Nachfolger von Thomas Kerwer beteiligt. Und dem Ex-Profi gelang schließlich das, woran alle Verantwortlichen in den vergangenen Jahren arbeiteten: der Aufstieg in die Oberliga, die für den Aufsteiger nach dem spielfreien ersten Spieltag morgen mit dem Heimspiel gegen Germania Ratingen 04/19 mit Verspätung beginnt.

Fußball-Abteilungsleiter Markus Hagedorn erfüllt die Erfolgsgeschichte der Gelb-Grünen mit Stolz, verweist aber auch auf die Arbeit, die dahinter steckt: „Ein beharrliche und nachhaltige Planung hat den Verein da hin gebracht, wo wir heute stehen. Mit einem Abteilungsvorstand, der seit Jahren freundschaftlich verbunden und in gleicher Konstellation tätig ist. Diese Kontinuität war sicher ein wichtiger Faktor, um die gesteckten Ziele zu erreichen.“ Beständigkeit ist auch das, was auf ein Spielertrio bestens zutrifft. Unterbrochen von einem Gastspiel beim OSV Meerbusch schnürt Kai König bereits neun Jahren die Schuhe für die Teutonen. Und auf sieben brachten es die beiden Torjäger vom Dienst. Dabei erzielte Burhan Sahin laut Statistik stattliche 156 Tore in 148 Spielen. Brian Drubel erzielte offiziell 99 Treffer und stünde damit vor seinem Jubiläumstor. Ob das morgen der Fall sein kann, ist aber äußerst fraglich. Während Sahin nach einem persönlich äußerst schwierigen Jahr noch Trainingsrückstand hat, droht Drubel verletzt auszufallen. Aber der 30-Jährige gab sich gestern kämpferisch und hofft auf die minimale Einsatzchance: „Der 100. Treffer wäre schon ein besonderer Moment. Wobei ein paar aus der Kreisliga B in der Statistik fehlen“. Der Saison sieht Drubel durchaus optimistisch entgegen: „Als Neuling ist es immer schwierig. Aber ich glaube, dass wir gut mithalten können, wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen.“

Eine Qualitätseinbuße ist sicher der verletzungsbedingte Ausfall von Santiago Suaterna-Florez, den Kastrati mit zum Herzstück seiner Elf zählt. Was die neue Liga angeht, spricht Teutonias Coach von einer riesen Herausforderung: „Aber die Vorfreude ist größer als die Anspannung.“ Als Trainer betritt Kastrati ebenfalls sportliches Neuland: „Ja, auch für mich ist das neu. Aber ich freue mich auf gute Spiele und Gegner sowie die Trainerkollegen, die ich gut kenne.“