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Verena Wolf spielt Handball mit Herz und Leidenschaft

Frauen-Handball : Verena Wolf spielt Handball mit Herz und Leidenschaft

Die 32-Jährige von der Turnerschaft St. Tönis muss beim Saisonauftakt der Nordrheinliga gegen MTV Köln nach einer Ohr-OP passen, unterstützt aber an der Seitenlinie Trainerin Miriam Heinecke.

Verena Wolf, Spielmacherin und Co-Trainerin des Nordrheinligisten Turnerschaft St. Tönis, liebt nicht nur den Handballsport sondern lebt auch voll und ganz für ihre Lieblingssportart. Beim ersten Saisonspiel am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Wiener Platz) beim MTV Köln steht die 32-Jährige ihrem Team aufgrund einer Operation am Ohr auf dem Spielfeld nicht zur Verfügung, nimmt aber dennoch an der Seite von Trainerin Miriam Heinecke auf der Bank Platz.

Verena Wolf ist eine bodenständige Spielerin, die nie nicht oft den Verein gewechselt hat. So hat sie den Handballsport bei der Turnerschaft im Alter von 3 Jahren kennen und lieben gelernt. Nach zehn Jahren in St. Tönis entschied sie sich für den Wechsel zum TV Aldekerk, um dem Handball leistungsorientiert nachzugehen. In den 14 Jahren beim TV Aldekerk erreichte Wolf einiges: Sie zählte in der B-Jugend zum erweiterten Kader der Jugend-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB), qualifizierte sich mit der A-Jugend in der Regionalliga und spielte mit der 1. Frauen in der Regionalliga, die vergleichbar mit der heutigen 3. Liga ist.
 Beim TV Aldekerk bekam Verena Wolf auch ihre beiden Spitznamen, die sie bis heute begleiten, verpasst. Uli Weiler, ehemalige Frauen-Bundestrainer und Aufstiegstrainer von TuRU Düsseldorf, nannte die Spielmacherin „VW“. „Ich bin zwar damals einen Opel gefahren, habe aber VW als Kennzeichen für meinen Namen gehabt. So kam dieser Spitzname zustande“, erinnert sie sich zurück. Allerdings schien dieser einigen noch zu lang. So wurde aus „VW“ später „Pfau“, verantwortlich dafür zeichnete sich Lars Wittwer, ein ehemalige Spieler der Aldekerker Herren.

Im Sommer 2015 kehrte Verena Wolf zu ihrem Heimatverein, der Turnerschaft St. Tönis zurück. „Der TV Aldekerk hätte mich gerne gehalten, doch ich habe mich für einen Wechsel nach St. Tönis entscheiden. Aldekerk hatte die Zielsetzung „Aufstieg in die 3. Liga“ ausgegeben. Alleine aufgrund meines Berufes wäre das nicht mehr möglich gewesen“, erinnert sich die ehemalige Jugend-Nationalspielerin an die Gründe. „Zudem hatte die Turnerschaft auch schon zweimal bei mir angefragt, ob ich nicht heimkehren wolle.“

So kann Verena Wolf auch weiterhin auf hohem Niveau Handball spielen, ohne dass es mit dem Beruf Konflikte gibt. „Der Job steht bei mir natürlich an erster Stelle, weil ich damit meinen Lebensunterhalt verdiene. Danach folgt aber uneingeschränkt der Handballsport. Ich bin froh, dass ich diesem auf hohem Niveau nachgehen kann und bislang von größeren Verletzungen verschont geblieben bin“, zeigt sich Wolf dankbar. Seit zwei Jahren ist sie Co-Trainerin der 1. Frauen-Mannschaft. „Verena kennt sich in der Handballszene sehr gut aus, ist gut vernetzt“, berichtet Trainerin Heinecke. „Wir ergänzen uns gut, ich bringe viele Dinge aus dem Bereich Taktik und Technik ein. Die Chemie stimmt einfach“, ergänzt Wolf.

An ein Karriereende denkt sie trotz der Erfahrungen im Trainerbereich noch lange nicht. Wenn sie irgendwann mal die Schuhe an den Nagel hängen wird, bleibt sie dem Sport erhalten: „Ich komme aus einer Sportlerfamilie. Sowohl mein Vater als auch meine beiden Brüder sind beim SV St. Tönis aktiv und engagiert. Ich selbst spiele gerne Badminton, Fußball oder Beachvolleyball und gehe gerne Skifahren.“