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Krefeld Weltklasse-Jazzer Viay Iyer kommt zum Jazz an einem Sommerabend

Jazz an einem Sommerabend : Big Band und Weltklasse-Jazz auf Burg Linn

Die Bands sind fix, der Vorverkauf läuft an: Die Vorbereitungen für den Jahreshöhepunkt des Jazzklubs gehen auf die Zielgerade. Am 20. August, steigt auf Burg Linn der „Jazz an einem Sommerabend“. Die Setlist lässt einiges erwarten.

Deutschland, Europa, USA: Bei der Auswahl der Musik hat der Jazzklub sich im eigenen Land und der Nachbarschaft, aber auch weltweit umgesehen, um für den „Jazz an einem Sommerabend“ ein hochkarätiges Aufgebot in der Vorburg der Burg Linn aufzufahren. Am 20. August eröffnet das Flat Earth Society Orchestra aus Belgien den Open-Air-Abend. Aus Süddeutschland kommt  The Jakob Manz Project. Zum Finale gibt es ein Wiedersehen mit Vijay Iyer. Der New Yorker Jazzpianist war schon 2013 Zugpferd bei einer Linner Jazznacht. In der Vorburg  gibt es 450 Sitzplätze, vor Regen schützt ein Zeltdach, 500 weitere Plätze auf der Wiese - Decken und  Picknickkörbe lohnen sich.

Viay Iyer wurde 1971 als Sohn indischer Einwanderer in den USA geboren. Dort zieht er nicht nur Publikum, er gilt auch als Liebling der Kritiker, was zahlreiche Preise belegen. 2012 war er der erste Musiker, der vom renommierten US-Magazin Down Beat gleich in fünf Kategorien ausgezeichnet wurde.

Beim Jazzklub ist man stolz, wieder eine internationale Jazzgröße als Headliner gefunden zu haben. Nach Krefeld kommt er mit seinen Trio-Partnern  Stephan Crump (Bass) und Marcus Gilmore (Schlagzeug), er ist ein Enkel des renommierten Schlagzeugers Roy Hanes und mit reichlich Grammy-Lorbeer dekoriert. Ihr Auftritt ist ab etwa 22.15 Uhr geplant.

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„Musik kommt aus dem Gehirn, woher sonst“, ist das Credo des 50-jährigen Pianisten und Komponisten Iyer, wie er im Interview mit der Zeit erklärte. Sein Album „Uneasy“ setzt sich mit dem Ringen mit seinem Land, den USA, auseinander.  Dann darf Jazz auch unbehaglich werden. „Iyer ist nicht nur in allen Spielarten des modernen Jazz zu Hause; er adaptiert unter anderem indische- und westafrikanische Einflüsse in seine Musik, die dank virtuoser Technik und einzigartiger Originalität zu einer unverwechselbaren Einheit verschmelzen“, teilt Christoph Kuntze vom Jazzklub mit. „Dieses Programm wird im Rahmen der Förderung durch Neustart Kultur, dem Förderfonds der Bundesregierung, in dieser Form erst ermöglicht.“

Richtig in Fahrt kommen, soll das Publikum von Anfang an - mit dem Flat Earth Society Orchestra ab 19 Uhr.  „Die Belgier haben auf ungezählten Festivals gespielt und für Furore gesorgt. Wer Spielfreude und Unerwartetes sucht, wird sicher nicht enttäuscht werden. Die Großformation als Opener sollte die Hörer schnell in die entsprechende Sommerjazzstimmung versetzen“, meint Kuntze. Seit der Gründung 1997 hat die Truppe Widerstand gegen das Aussterben der Gattung Big Band geleistet. Peter Vermeersch hat die Bigband im Stil der belgischen Blaskapellen-Tradition gegründet. Mit einem Paukenschlag ist sie 1997 bekannt geworden - mit einer Zirkusnummer. Zirkustöne, ein bisschen Marschmusik, schöne Melodien und freie Improvisation bringt das 15-köpfige Ensemble noch immer auf die Bühne.

 In der Nähe von Tübingen ist Jakob Manz geboren, der seinem Project den Namen gibt. Der heute 21-Jährige heimste schon mit 16 Jahren wichtige Musikpreise ein. Gefeiert wurde er unter anderem bei den Leverkusener Jazztagen, 2018 wurde er mit dem 1. Preis „Future Sounds Leverkusener Jazztage“ gekrönt. Die Band gehört zu den erfolgreichsten des jungen Jazz. Ihr Sound wird oft als frisch und zupackend beschrieben. 2020 ist ihr Debütalbum „Natural Energy“ erschienen beim renommierten Label ACT. Auf Festivals im In- und Ausland erspielten sich die Musiker mit ihrem groovigen Jazz, dekoriert mit Funk, Soul, Popmusik und weiteren Einflüssen aus der Musiksprache Aufmerksamkeit. Zum „Project“ gehören Jakob Manz (Altsaxophon), Hannes Stollsteimer (Piano und Keyboard), Frieder Klein (Bass)  und Paul Albrecht (Schlagzeug). Ihr Auftritt beginnt gegen 20.40 Uhr.