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Sparkasse fördert soziale Initiativen in Korschenbroich

Korschenbroicher Schulen und Kindergärten : Die Sparkasse fördert soziale Initiativen

Die Stiftung übergab 4000 Euro an zwei Korschenbroicher Schulen und an den Kindergarten „Am Hallenbad“ in Kleinenbroich. Neben dauerhafter Förderung werden auch gemeinnützige Vereinigungen unterstützt.

Da hatte Karin Goldammer-Manulakis eine tolle Idee. Denn der Kindergarten „Am Hallenbad“, den sie in Kleinenbroich leitet, wurde 45 Jahre alt. Und dieser Geburtstag musste einfach besonders gefeiert werden. So kam es dazu, dass die Kindergarten-Chefin eine ganze Kirmes engagierte. „Die Kinder sollten einfach Spaß haben.“ Als aber Hüpfburg und Kirmeswagen abgebaut, die Musik verklungen und der Kinderschützenkönig wieder im Alltag angekommen war, da wies Carolin Kessler vom Förderverein des Kindergartens darauf hin, dass dieses Fest einiges an Geld verschlungen hatte. Was also tun, um es wieder reinzuholen? Die beiden Frauen stellten einen Förderantrag an die Sparkassenstiftung Korschenbroich. Und tatsächlich: Gestern Nachmittag überreichte ihnen Peter Dederichs von der Sparkasse Neuss einen Scheck über 1000 Euro.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Bürgermeister Marc Venten, gemeinsam mit Spüarkassen-Filialleiter Gerd Schmitz weitere Schecks in Höhe von 1000 Euro an das Gymnasium Korschenbroich und sogar in Höhe von 2000 Euro an die Gutenberg-Grundschule in Kleinenbroich übergeben. Schulleiterin Jutta Winkler und Sylvia Lessmann vom Förderverein wollen mit dem Geld ein Zirkusprojekt finanzieren. „Es geht an unserer Gemeinschaftsgrundschule um das gemeinsame Lernen und um soziale Aspekte“, sagte Jutta Winkler. Es fand sich eine Zirkusfamilie, die ihre Zelte in Kleinenbroich aufgeschlagen hat und die Kinder an der Welt der Artisten Anteil nehmen lässt. „Die Kinder üben ein eigenes Programm ein.“

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Für das Gymnasium waren Schulleiter Uwe Roscheck und Udo Witte vom Förderverein gekommen. Sie stecken das Geld in ein interaktives Theaterprojekt in englischer Sprache. „In einer globalisierten Welt ist es wichtig, Fremdsprachen zu fördern“, sagte Roscheck. Daher sei das Geld eine gute Unterstützung für den Förderverein, der sich aus Mitgliedsbeiträgen finanziert und das komplette Theaterprojekt bezahlt, um der bilingualen Bildung zum Erfolg zu verhelfen.

„Die Stiftung ist das Ergebnis der Fusionsverhandlungen mit der Sparkasse Neuss“, erinnerte Bürgermeister Marc Venten an den Start. Damals hätte der Korschenbroicher Teil der Sparkasse ein gutes Ergebnis für die Stadt erzielt. „Ich stelle fest, dass die Existenz der Sparkassenstiftung viele Dinge ermöglicht, die anders nicht mehr machbar sind.“ Denn die Stadt dürfe als eine „Kommune in Haushaltssicherung“ keine freiwilligen Projekte fördern. Doch über die Stiftung könnten solche sozialen Initiativen gefördert werden. Das meiste Geld geht aber in dauerhafte Projekte. In Korschenbroich ist das zum Beispiel die Internationale Orgelwoche, die alle zwei Jahre stattfindet. Oder der Kunstfrühling, bei dem hinterher stets einige Kunstwerke gekauft und in öffentlichen Gebäuden gezeigt werden.

Alle Projekte sind förderungsfähig, wenn sie gemeinnützig sind. Viele Vereine in der Stadt sind das, aber es stellen nur wenige einen Antrag. „Im Durchschnitt bekommen wir zehn bis 15 Anträge im Jahr“, sagte Venten. „In diesem Jahr waren es nur drei.“ Wenn man die Dauerförderungen dazu nimmt, sind es 2018 jedoch 36 Vereine, die 36.000 Euro von der Stiftung bekommen.