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Sanierung des Hallenbades Korschenbroich

Korschenbroicher Hallenbad : Schwimmerlebnis mit neuem Raumluftklima

Nach der Sanierung soll das Korschenbroicher Hallenbad ab November wieder offen stehen. Umbau liegt laut Verwaltung im Zeitplan.

Der Sommer geht langsam seinem Ende entgegen. Die große Hitzewelle erlebten viele Korschenbroicher im Urlaub oder bei der Rückkehr in ihrer Stadt. Doch nun beginnt bald wieder die Zeit, in der es schön sein wird, wieder in ein Hallenbad zu gehen. Doch in Korschenbroich müssen sich die Schwimmfans noch bis Ende Oktober gedulden. Aber auf die Zeit danach dürfen sie sich jetzt schon freuen: Denn das Hallenbad wird zurzeit umfangreich saniert. Elektrik, Decken, Fliesen, Lampen: Alles kommt auf den Prüfstand, wird gereinigt, ausgebessert, erneuert.

 Schiwmmbad-Umbau liegt im Zeitplan (v.l.): Walter Hintzen, Michael Deprez, Heinz-Josef Maaßen.
Schiwmmbad-Umbau liegt im Zeitplan (v.l.): Walter Hintzen, Michael Deprez, Heinz-Josef Maaßen. Foto: Stadt Korschenbroich

Die gravierendste Änderung ist weniger sichtbar, dafür umso mehr spürbar: Eine komplett neue Lüftungsanlage wird für angenehme Raumluft sorgen und die Energiekosten deutlich senken. In ungeahnten Raumdimensionen rund um die Schwimmbecken arbeiten die Experten der beauftragten SPIE Energy Solutions GmbH aus Ratingen zurzeit an einem ausgetüftelten System aus Schächten, Kanälen und Wärmetauschern. Mehrere tausend Kubikmeter Luft müssen stündlich zu- und wieder abgeführt werden, ohne dass ein unangenehmes „Durchzug“-Gefühl entsteht. Für die Gäste des Schwimmbades soll die Raumluft angenehm warm und trocken sein. Beschlagene Scheiben werde es dann auch nicht mehr geben.

„Über die künftigen Energieeinsparungen können wir diese Investitionen komplett refinanzieren“, freut sich Michael Deprez, Technischer Leiter des Gebäudemanagements. Gemeinsam mit den Kollegen Walter Hintzen und Heinz-Josef Maaßen ist er mit der Ausführung und dem Stand der Arbeiten hoch zufrieden. „Wir liegen im Zeitplan und sichern mit dieser Maßnahme langfristig den Bestand des Bades“.

Zehn Schulen, sechs Vereine und eine große Zahl privater Schwimmfans besuchen regelmäßig das Korschenbroicher Hallenbad. „Diese drei Gruppen machen jeweils etwa ein Drittel der Gesamtnutzer aus“, weiß Bademeister Torsten Kobelt. Wie auch sein Kollege Marcel Beringer freut er sich über die Sanierung; und dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass manch andere Kommune ihr Bad schließen muss und immer weniger Kinder frühzeitig das Schwimmen lernen.

„Es ist bedauerlich, dass viele andere Städte diese Chance nicht nutzen und eine Investition, wie sie jetzt in Korschenbroich getätigt wird, gar nicht in Erwägung ziehen. Über das Einsparcontracting hat man die Kosten ja schnell wieder drin“, sagt Roland Blum, Vertriebsmanager der SPIE Energy Solutions GmbH. Größte Herausforderung für ihn und sein Team war es, „die neue Anlage in den bestehenden Raumkapazitäten unterzubringen.“ Sie ist weit größer als das ehemalige Modell aus den 1970er Jahren. Jeder Quadratmeter wurde genutzt, Wärmetauscher sind nun sogar auf dem Dach des Bades zu finden.

„So wird das wunderbar funktionieren. Als Experten für energetische Optimierung und technische Sanierung stehen wir für den Erfolg des Projektes gerade“, so Blum. Damit sind die technischen Voraussetzungen geschaffen, die Attraktivität des Korschenbroicher Schwimmbades zu steigern. Eine Neugestaltung des Außengeländes rund um das Bad ist bereits in Planung.