1. NRW
  2. Städte
  3. Korschenbroich

Korschenbroich: Ausstellung in St. Andreas

Korschenbroich : Zerstört und wieder aufgebaut

Eine Ausstellung in der Pfarrkirche St. Andreas zeigt Fotos von der Zerstörung der Kirche während einer Bombennacht im August 1943.

Wer in diesen Tagen die Pfarrkirche St. Andreas besucht, findet dort mehrere Bilder, die zu einer Ausstellung gehören, die Pfarrer Marc Zimmermann zusammengestellt hat. Mit Fotos aus dem Korschenbroicher Stadtarchiv erinnert die Pfarrgemeinde St. Andreas an die Bombennacht vom 22. auf den 23. August 1943.

„Bilder sprechen eine eigene Sprache, Bilder aus dem Krieg in besonderer Weise“, schreibt Pfarrer Zimmermann im Geleitwort zur Ausstellung. Gezeigt werden die historischen Fotografien von der Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg. Vor 75 Jahren explodierte eine Luftmine in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche. Dabei fanden vier Menschen den Tod. Die Pfarrkirche selbst wurde massiv zerstört, außerdem lagen etliche Gebäude im Zentrum Korschenbroichs in Trümmern.

„75 Jahre sind nun vergangen, die Kirche steht wieder aufgebaut und als Ortsmittelpunkt wie ein Wahrzeichen da“, sagt Marc Zimmermann. Wie unvorstellbar sei es doch für die weit nach dem Krieg Geborenen, dass die heute intakte und hierzulande weitgehend friedliche Welt derart am Boden gelegen habe. Die Ausstellung in St. Andreas solle ihren Beitrag dazu leisten, dass die kommenden Generationen den Frieden als hohes Gut schätzen und sich für den Erhalt einsetzen. Dies möge nicht zuletzt aus der Verantwortung als Christen geschehen, sagte der Pfarrer.