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„RheijnLand.Xperiences“: App für acht Museen in den Niederlanden und am Niederrhein

Sophia führt in Museen : Acht Museen, eine App: Arbeit geht weiter

Die Vorstellung der neuen App wurde wegen Corona abgesagt. Doch die Entwicklung geht weiter

Schon geraume Zeit arbeiten Hochschulen und Museen im grenznahen Raum an einer App, die spielerisch zu acht ganz unterschiedlichen Museen führen soll: Die „RheijnLand.Xperiences“ erzählen von Sophia und ihren Abenteuern rund um die Kunst- und Geschichtstempel an Rhein und Maas und Waal. Vor einem Jahr hatte es eine Vorschau auf die App gegeben, die 2017 auf die Schienen gesetzt wurde: Die Idee, mit einer App, mit Story-Telling oder Geocaching ein neues Publikum zu erreichen, basierte auf der Zusammenarbeit zwischen Hochschule Rhein-Waal (HSRW) und Museum Schloss Moyland im Laufe der Ausstellung „Der Himmel so weit“, wie die damalige Museumsdirektorin von Schloss Moyland, Bettina Paust, das Projekt weiland beschrieb.

Daraus wurde eine Zusammenarbeit von zwei Hochschulen, der HSRW auf deutscher und der Hochschule Arnheim Nimwegen (HAN) auf niederländischer Seite sowie den acht Museen Het Valkhof, Nimwegen, Gelderse Landschap en Kasteelen, Vrijheidsmuseum, Groesbeek, Nederlands Openluchtmuseum Arnheim, Museum Kurhaus Kleve, LVR-Archäologischer Park Xanten, Museum Goch und natürlich Museum Schloss Moyland.

Eigentlich sollte „RheijnLand.Xperiences“ kommende Woche vorgestellt werden, aber angesichts der Corona-Verfügungen fällt auch die im Openlucht-Museum in Arnheim vorgesehene Vorstelllung aus. „Dennoch arbeiten alle natürlich weiter an dieser App“, sagt Sophia Tuchard, Sprecherin von Museum Schloss Moyland. Es werde wohl noch, so Tuchard, die „Oberfläche“ des Spiels verfeinert. Sie sei selber sehr gespannt, wie sich das Spiel letztlich präsentiere – denn sie kenne die App bisher auch noch nicht.

Im Mittelpunkt der Game-App steht die Namengeberin „Sophia“, die Jugendliche herausfordert, Lehrling der mysteriösen Händlerin zu werden, die mit Gefühlen, Erinnerungen und Ideen rund um Kunstwerke und Objekte in den Museen in der Region handelt, wie es seinerzeit Susanne Figner vom Museum Kurhaus erklärt hatte, als die ersten Ergebnisse auf Schloss Doordrecht vorgestellt worden waren.

Dabei sind die Erwartungen groß: das hehre Ziel des Projektes ist es, 150.000 zusätzliche, vor allem jüngere Besucher in die Region und ihre Kulturstätten zu ziehen. Dafür gibt es Interreg-Mittel, mit denen die Entwicklung  finanziert wird.