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Caritas in Emmerich wegen Vandalismus und Einbrechern sauer

Emmerich : Caritas verzweifelt - Vandalismus und Einbrecher

Die Mitarbeiter sind sauer. Mittlerweile ist sogar das Budget aufgebraucht. Die Tagespflege an der Rheinpromenade wieder immer wieder zum Ziel sinnloser Zerstörungswut.

Bei der Caritas steigt die Wut. Alexia Meyer, Fachbereichsleiterin Pflege und Gesundheit beim Caritasverband Kleve, sowie Julia Lamers und Jennifer van Holt, die beiden Ansprechpartnerinnen der Caritas-Tagespflege St. Vinzenz im Emmerich, machen ihrem Ärger Luft.

„Seit Wochen werden sie mit Sachbeschädigungen rund um die Einrichtung an der Emmericher Rheinpromenade konfrontiert, in dieser Woche hat ein versuchter Einbruch das Fass zum Überlaufen gebracht“, heißt es in einer Pressemitteilung des Caritasverbandes.

„Wir verstehen die Welt nicht mehr, hier arbeiten Menschen zum Wohl von anderen, hier möchten Senioren ein paar schöne Stunden verbringen“, so Alexia Meyer in der Mitteilung. „Wir haben Angst, Gegenstände wie Gartenstühle auf unserem Gelände stehen zu lassen oder müssen diese befestigen. Selbst schwere Platten, die nur zu zweit zu tragen sind, werden gestohlen oder kaputt geworfen.“

Ihr ursprünglicher Plan, einen netten Brief an die Vandalen zu schreiben und diesen öffentlich auszuhängen, haben die Caritas-Mitarbeiterinnen inzwischen verworfen, jetzt hoffen sie auf die Öffentlichkeit. Auch die Polizei wurde informiert. „Bitte hört auf damit. Der Schaden wird immer größer.“

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Das für die Tagespflege vorgesehene Budget sei erschöpft, nun müssen Gelder, die für Anschaffungen vorgesehen waren, in Reparaturen gesteckt werden. „Das ist so frustrierend“, erklärt Meyer.

Zum Hintergrund: Von Beginn an hat der Caritasverband Kleve mit Vandalismus rund um das ehemalige Pfarrheim in Emmerich am Rhein zu kämpfen. Während der Umbau- und Sanierungsarbeiten wurde sogar ein Wachdienst beauftragt. Mit der Fertigstellung und Eröffnung der Caritas-Tagespflege wurden entsprechende Kamera- und Alarmanlagen installiert. „Es wurde ruhiger. Doch dann kamen die Vandalen zurück“, berichtet Julia Lamers, Mitglied der Pflegedienstleitung. Seit einiger Zeit wurden immer mal wieder Gegenstände demoliert. Vorläufiger Höhepunkt war der Dachstuhlbrand der benachbarten, ehemaligen Gaststätte Alte Rheinfähre am Abend des 22. Mai. Wegen des Funkenflugs wurde auch das Dach der Tagespflege mit Wasser benetzt. Es entstand Sachschaden. Die Polizei vermutet Brandstiftung als Ursache.

„Vor anderthalb Wochen wurde schon einmal unser Türschloss manipuliert“, berichtet Alexia Meyer in der Pressemitteilung. „Und jetzt dieser Einbruchsversuch.“ Genauer gesagt wurde versucht, ein Fenster aufzubrechen, ein Fliegengitter wurde demoliert, ein anderes ist ganz weg. Auch die Platten des Schirmständers wurden zerstört.