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Stadtradeln: Stadt Emmerich reserviert Auto-Parkplätze für Radfahrer

EMMERICH : Stadtverwaltung reserviert Auto-Parkplätze für Fahrradfahrer

Kann sein, dass das einige Emmericher ärgern wird. Für die Aktion „Stadtradeln“ fallen auf der Steinstraße drei Wochen lang zwei Parkplätze weg. Die Verwaltung will es so.

Die Klage über zu wenige Parkplätze in der Innenstadt ist altbekannt. Viele Bürger glauben das. Die Stadtverwaltung hält immer dagegen und erklärt, dass es möglicherweise den Eindruck gibt, dass nicht genügend Parkraum vorhanden sei und dass die Zahlen aber andere seien.

Nun könnte diese Debatte erneut aufflammen. Auslöser ist eine Aktion der Stadtverwaltung, um die Menschen dazu zu bewegen, öfter auf das Fahrrad umzusteigen.

Im Zuge dieser Bemühungen fallen nun für drei Wochen zwei Parkplätze an der Steinstraße weg. Das hat bereits am Dienstagmorgen für ein Bild bei Facebook gesorgt. Kommentare gab es dazu aber noch nicht.

Warum das Ganze?

„Mit dem Rad zum Einkaufen“ lautet das Motto des Stadtradelns 2021. „Damit dies auch in Emmerich am Rhein in der Steinstraße bequem umgesetzt werden kann, werden bis Ende des Aktionszeitraums am 11. Juli zwei PKW-Stellplätze zu Pop-Up-Stellplätze für Fahrräder umfunktioniert“, hat die Stadtverwaltung am Dienstag in einer Pressemitteilung formuliert.

Zur Erklärung: Stadtradeln  ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis. Diesem Bündnis gehören Städte und Kreise in Deutschland an. Ziel ist es, in einem vorgegebenen Zeitraum als Gruppe oder Einzelner möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen, um die individuellen und kommunalen CO2-Emissionen zu senken. Der Wettbewerb ist deutschlandweit es können Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen und ihre Einwohner teilnehmen. Der Wettbewerbszeitraum beträgt 21 Tage.  

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Neben dem Klimaschutz soll – zunächst der lokale – Radverkehr mit Aktionen gefördert werden. Dazu gibt es reichlich Werbung und öffentlichkeitswirksame Aktionen.

So wie jetzt in Emmerich. Die Plätze an der Steinstraße sind mit bepflanzten Europaletten markiert, die Dienstag von Mitarbeitern der Kommunalbetriebe vor Ort aufgestellt und montiert wurden.

„Wir hoffen damit auch ein wenig die Diskussion in der Bevölkerung anzuregen. Denn es ist zweifelsohne wichtig, dem Fahrrad in der Stadt mehr Platz einzuräumen. Das heißt aber auch gleichzeitig, dass Raum für andere Verkehrsmittel wegfällt“, wird Regina Pommerin, Koordinatorin für die Aktion Stadtradeln in Emmerich, in der Pressemitteilung zitiert.

 In den Pop-Up-Stellplätzen (pop up = plötzlich auftauchen) können Fahrräder, Lastenräder, Fahrradanhänger abgestellt werden, ohne dass die Gefährte den Fußweg blockieren und so den Fußgängern den Weg versperren. „Zudem bringen die Absperrungen etwas Farbe in die Steinstraße und leisten mit ihren Bepflanzung einen kleinen Beitrag zum Insektenschutz“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. 

Die Fahrradabstellplätze befinden sich vor der Buchhandlung LeseLust?Klar! und schräg gegenüber der Begegnungsstätte „ebkes“.