Pokal: FCR mit einem Glückslos

Das passte ja wie die Faust aufs Auge. Samstag Nachmittag, im Rahmen des Länderspiels der deutschen Fußballfrauen gegen die Schweiz in Augsburg, bescherte die Auslosung für das Achtelfinale im Pokalwettbewerb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Erstligisten FCR 2001 Duisburg den Zweitligavertreter Herforder SV als Heimgegner. Und ausgerechnet dieses ostwestfälische Team bestritt gestern auf der vereinseigenen Anlage des FCR an der Mündelheimer Straße das Ligaspiel gegen die zweite FCR-Mannschaft (Bericht an anderer Stelle). Da konnten die Duisburgerinnen ihren Achtelfinalgegner praktischerweise schon einmal genau unter die Lupe nehmen. Das Glück meinte es diesmal überhaupt gut mit dem FCR. Ein Heimspiel Ende Oktober, dazu ein Zweitligist – eine bessere Auslosung konnte sich der derzeitige Tabellendritte der Bundesliga kaum wünschen. In der letzten Runde setzte sich der FCR mit 2:0 beim Regionalligisten SC Sand durch. Der Herforder SV bezwang seinen Ligakonkurrenten FFC Oldesloe mit 4:1. Für den FCR ist ein Heimspiel allein aus finanziellen Gründen wichtig.

Im Europaqualifikationsspiel gegen die Schweiz (4:1-Sieg) wussten die vier eingesetzten FCR-Spielerinnen durchaus zu gefallen. Annike Krahn war die gewohnt souveräne Abwehrchefin, Linda Bresonik, beim FCR zumeist mit Defensivaufgaben befasst, präsentierte sich als Offensivkraft auf den Flügeln sehr wirkungs- und druckvoll, was sie mit dem Treffer zum 3:1 und weiteren guten Möglichkeiten unterstrich. Simone Laudehr spielte unauffällig, wenngleich überzeugend ihren Mittelfeldpart. Lediglich an Alexandra Popp ging das Spiel im Angriff etwas vorbei.

(mac)