Pandemie in Düsseldorf 30 Impfungen am Tag im Impfmobil

Hassels · Das städtische Impfmobil hat in dieser Woche in Garath und Hassels Station gemacht. Es wurden noch einige Erstimpfungen verabreicht. Die Gründe, sich jetzt noch für eine Immunisierung zu entscheiden, sind unterschiedlich.

  Willi Sangang vom mobilen Impfteam immunisiert in den Quartieren.

Willi Sangang vom mobilen Impfteam immunisiert in den Quartieren.

Foto: RP/Dominik Schneider

Mit einem niedrigschwelligen Angebot möglichst viele Menschen zur Auffrisch- oder gar zur Erstimpfung bewegen, das ist die Aufgabe des mobilen Impfteams der Stadt. Mit seinem Impfbus war das vierköpfige Team in dieser Woche im Düsseldorfer Süden unterwegs, auch heute besteht noch die Möglichkeit, sich ohne Anmeldung vor dem Ernst-Lange-Haus, Fürstenberger Straße 16, gegen das Coronavirus immunisieren zu lassen.

Rund 30 Personen am Tag nehmen dieses Angebot an, sagt Silvia Nauruhn, bei der Düsseldorfer Feuerwehr mitverantwortlich für die Corona-Impfaktion. „Davon sind ein paar Erstimpfungen, vor allem Menschen, die den Impfschutz für ihre Arbeit nachweisen müssen“, berichtet Nauruhn. Andere entscheiden sich jetzt erst zur Impfung, weil sie glauben, dass Spätfolgen, hätte es sie gegeben, bekannt geworden wären. Die meisten Besucher des Impfmobils sind aber Menschen, die ihre Erstimpfung mit Johnson & Johnson bekommen haben und nun den Booster brauchen. Auch die vierte Impfung für Vorerkrankte und ältere Menschen wird verabreicht, allerdings bisher nicht der Totimpfstoff Novavax.

Das Team besteht neben Nauruhn aus einem medizinischen Fachangestellten, einem Mitarbeiter, der sich um Registrierung und Organisation kümmert sowie wechselnden Ärzten. Bis zu 150 Impfungen könnten von ihnen pro Tag verabreicht werden.

Das Team legt den Schwerpunkt seiner Stationen häufig auf soziale Brennpunkte, wo die Impfquote statistisch schlechter ist. An seinen jeweiligen Standorten zeigt das Team Präsenz, wirbt aber nicht aktiv für das Angebot. „Wir wollen ja niemanden zwingen.“ In Garath wurden die Mitarbeiter auch von einer Impfgegnerin angesprochen und kritisiert. Zugleich sind jedoch auch viele Menschen dankbar für das niedrigschwellige Angebot – in Garath kamen auch Menschen aus dem benachbarten Baumberg. Auch für nicht mobile Personen ist der Impfmobil vor Ort eine große Hilfe – im Bedarfsfall besucht das Team auch Personen in den umliegenden Wohnungen.

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