Kulturtipps für Kurzentschlossene in Düsseldorf - Tonhalle, Tanzhaus, Capitol & Co.

Veranstaltungs-Tipps für Düsseldorf : Kultur für Kurzentschlossene

Jazz in der Tonhalle, Uraufführung im Tanzhaus, Schwanensee im Capitol-Theater – einige Tipps für Veranstaltungen in dieser Woche.

In der Tonhalle Mit seinem Hit „I scream“, seinen Dixieland-Dauerbrennern wie „Down by the Riverside“ oder dem Bluesklassiker „Oh when the Saints“ lässt Chris Barber seit mehr als sechs Jahrzehnten die Herzen der Jazzfans höher schlagen. In den 1950er- und 1960er-Jahren stand er mit den amerikanischen Jazz-Größen auf der Bühne und machte den einst verschrienen Musikstil in Europa salonfähig. Bis heute gilt Barber als Synonym für das „Golden Age“ des Bigband-Jazz, was er am Mittwoch, 20 Uhr, in der Tonhalle unter Beweis stellt. 

Im Ufa-Palast Das Traumkino für Senioren war von Beginn an ein Riesenerfolg. Gezeigt werden am zweiten und vierten Mittwoch im Monat um 11 Uhr zwei Filme unterschiedlichen Charakters – beispielsweise eine Komödie und ein Thriller. Morgen stehen zur Wahl das Drama „Kindeswohl“ mit Emma Thompson als Richterin in London. In dem zweiten Film „25 KM/H“ spielen Lars Eidinger und Bjarne Madel zwei Brüder, die sich seit 30 Jahren nicht gesehen haben. Im Eintrittspreis von 5.50 Euro sind Kaffee und Kuchen inklusive. 

Im Tanzhaus NRW Ein Wiedersehen mit der israelischen Choreografin Yasmeen Godder gibt es im Tanzhaus NRW. Dort wird sie mit ihrer jüngsten Kreation „Demonstrate Restraint“, eine deutsche Erstaufführung, am Donnerstag und Freitag, jeweils 20 Uhr, zu sehen sein. In „Demonstrate Restraint“ kehrt sie selbst auf die Bühne zurück. Gemeinsam mit der Musikerin, Vokalistin und Komponistin Tomer Damsky verkörpert und dekonstruiert sie Bilder, Begriffe, Klänge und Symbole aus dem politischen Kontext Israels. Dabei steht der Wunsch im Mittelpunkt, explizit politisch zu sein. 

Im Capitol-Theater Seit seiner Gründung 1979 steht das Staatliche Russische Ballett Moskau für die klassische russische Ballettkunst in ihrer reinsten Form. „Schwanensee“, „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ zur Musik von Tschaikowsky gehören zu seinem Repertoire. Einmal im Jahr verlässt die Kompagnie um Russlands Ballett-Legende Wjatscheslaw Gordejew ihr Moskauer Stammhaus und tourt durch Deutschland. Im Capitol Theater legen die Tänzer am Freitag, 20 Uhr, einen Stopp ein, um ihre Version von Schwanensee zu präsentieren. 

Im Theater an der Kö Mit seinem Programm „Wer kommt, der kommt – Kabarett 4.0“ gastiert Stefan Verhasselt am Samstag, 20 Uhr, im Theater an der Kö. Der Niederrheiner sinniert dann über „ganze Tische“ in Restaurants, hinterfragt übertriebene Formen von Political Correctness und schüttelt den Kopf über Stammgäste-Allüren und Eltern im WhatsApp-Wahn. 

Im Robert Schumann-Saal „Es ist, als würde man zwei BMW gleichzeitig fahren“, meinte der Dirigent Michael Schønwandt nach einem Dirigat mit den beiden holländischen Brüdern Lucas (25) und Arthur Jussen (21). Ungeachtet ihrer Jugend sorgen die beiden Pianisten längst international für Furore.

Sie waren wiederholt bei den großen holländischen Orchestern zu Gast, Konzerteinladungen führten sie u.a. zum Sinfonieorchester des Mariinsky Theaters, den Sinfonieorchestern in Dallas, Sydney und Shanghai, der Camerata Salzburg und der Academy of St. Martin in the Fields. Hierbei arbeiteten sie mit Dirigenten wie Stéphane Denève, Valery Gergiev, Sir Neville Marriner, Jukka-Pekka Saraste und Jaap van Zweden. Am Sonntag geben sie um 17 Uhr in der Reihe ErstKlassik! ein Konzert im Robert-Schumann-Saal.

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