Freizeittips aus den Düsseldorfer Stadtteilen.

Freizeittips für die Düsseldorfer Stadtteile : Mit dem Klavier durch den Alltagswahnsinn

Klavierkabarett in Reisholz, Orgel und Posaune in Kaiserswerth, Kindertheater in Gerresheim – in den Düsseldorfer Stadtteilen wird wieder viel geboten.

In Oberkassel Moritz, Emma und Katja sind drei von Millionen Singles in deutschen Großstädten: liebenswert, cool und ein bisschen neurotisch. Sie kämpfen ums Überleben im urbanen Dschungel und suchen ganz nebenbei noch die große Liebe für ein Leben zu zweit. Was dabei zählt, ist das passende Marketing für ihr Zielobjekt, denn: Singles geben niemals auf. Das gleichnamige Boulevardstück ist im Theater an der Luegallee zu erleben und zwar von Dienstag bis Samstag jeweils 20 Uhr sowie am Sonntag 15 Uhr. 

In Reisholz Als zweifache Mutter und Ehefrau hat Tina Häussermann den schwarzen Gürtel im Futschikato. Sie weiß, wann kaputt kaputt ist, und wann die Heißklebepistole noch was retten kann. Gemeinsam mit ihren 88 schwarz-weißen Untertanen sucht die Klavierkabarettistin nach den Sandkörnern im Getriebe des Alltags und sorgt am Donnerstag, 20 Uhr, im Bürgerhaus Reisholz dafür, dass die Rädchen für einen kurzen Augenblick still stehen. 

In Kaiserswerth Bei dem Konzert am Freitag, 19 Uhr, in der Mutterhauskirche spüren Hansjörg Fink und Elmar Lehnen in sieben Fragmenten – angelehnt an die Schöpfungsgeschichte – den Fragen nach dem Ursprung des Lebens musikalisch nach. Dabei verbinden sie Jazzelemente mit traditioneller Stilistik, Improvisation mit fertig komponierter Musik. Die Veranstaltung steht unter dem Titel: „Seven“ – Komposition für Orgel und Posaune. 

In Flingern Die 1990er waren an Höhepunkten von außergewöhnlichen Dingen kaum zu übertreffen: Arschgeweih, Gameboy, Baywatch, Tamagotchi, und auch in der Musik hatte dieses Jahrzehnt viel zu bieten. Blümchen und die Backstreet Boys, Scooter und die Spice Girls, Nirvana und MC Hammer.

Die „I love 90s“-Party im Stahlwerk am Freitag, 22 Uhr, ist der Pflichttermin für alle, die das Jahrzehnt abfeiern und zu der Musik tanzen wollen. Von Trashpop über Eurodance bis zu den Chart-Klassikern, von Bravo-Hits bis Kuschelrock wird alles gespielt, was die 1990er so legendär gemacht haben. 

In der Altstadt „Das Testament à la carte“ ist ein Kriminal-Dinner in der Brauerei „Im Goldenen Ring“, das die Besucher aktiv mitgestalten können. Der berühmte Professor Chattney ist tot. Bevor jedoch das Testament verlesen werden kann, muss sein Leben rekonstruiert werden. Zudem ermittelt ein Detektiv, denn allem Anschein nach handelt es sich bei Chattneys Ableben um ein Gewaltverbrechen. 

In Gerresheim Am Samstag, 16 Uhr, laden Bürgerstiftung Gerricus und Familienzentrum St. Margareta zum Theaternachmittag für Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene ein. Die Familientheatergruppe Mama Mia führt im Stiftssaal von St. Margareta das Stück „Der Zauberer von Oz“ auf. Der Eintritt ist frei. Spenden zugunsten der Bürgerstiftung und des gemeinnützigen Familientheaters aus Angermund sind erwünscht. 

In Eller Gereizheit und eigentümlich Bösartiges bestimmen die Atmosphäre in Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“. Mitte der 1920er Jahre angesiedelt, macht Mann darin die Zeit des aufkeimenden Faschismus in Italien in einer grotesken Schau des Hypnotiseurs Cipolla greifbar.

Schauspieler Moritz Führmann lässt das Werk am Sonntag, 17 Uhr, im Schloss Eller in Begleitung des Pianisten Klaus-Lothar Peters und der Mezzosopranistin Eva Marti zu einem theatralen Erlebnis werden.