Heinrich-Heine-Gesellschaft Wissenschaftlicher und literarischer Austausch

Düsseldorf · 1956 in Düsseldorf gegründet, hat sich die Heinrich-Heine-Gesellschaft bis heute zu einer international bekannten Institution entwickelt.

 Preisträger Michael Auer (3.v.l.) und die Jurymitglieder Manfred Windfuhr, Sabine Brenner-Wilczek, Michael Auer, Karin Füllner, Volker Dörr und Renate Loos .

Preisträger Michael Auer (3.v.l.) und die Jurymitglieder Manfred Windfuhr, Sabine Brenner-Wilczek, Michael Auer, Karin Füllner, Volker Dörr und Renate Loos .

Foto: RP/HHG

Zum 100. Todestag von Heinrich Heine schloss sich 1956 eine Gruppe seiner Anhänger zusammen und gründete die Heinrich-Heine-Gesellschaft. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, „das dichterische und zeitkritische Werk Heines lebendig zu halten“. Dies geschieht bis heute – in enger Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Institut – durch Lesungen, Buchvorstellungen und Vorträge.

Hatte der neu gegründete Verein anfangs nur wenige Mitglieder – 1962 gerade einmal 34 – sind es heute mehr als 1000. „Nur etwa die Hälfte unserer Mitglieder stammt übrigens aus Düsseldorf, die andere Hälfte kommt aus der ganzen Welt“, erzählt Karin Füllner, Geschäftsführerin der Heine-Gesellschaft.

Ihren Mitgliedern bietet die Gesellschaft Ausflüge und Reisen auf den Spuren Heines an, die zur Loreley, nach Hamburg, in den Harz oder auch nach Lucca in der Toskana führen. Darüber hinaus zeichnet sie seit 1965 mit ihrer Ehrengabe Persönlichkeiten für ihre literarisch-publizistischen Werke aus. Diese Ehrengabe, eine Bronzearbeit des Künstlers Bert Gerresheim, wurde  an Marcel Reich-Ranicki, Martin Walser, Dieter Forte oder Herta Müller verliehen. Eine weitere wichtige Veranstaltung ist das Internationale Forum Junge Heine Forschung, das man seit 1998 gemeinsam mit dem Heinrich-Heine-Institut und der Heinrich-Heine-Universität organisiert. „Zu dieser Veranstaltung werden junge Wissenschaftler eingeladen, ihre Arbeiten zu Heinrich Heine und  seiner Zeit zu präsentieren. Ziel ist es, der jungen Heine-Forschung ein öffentliches Forum zu bieten“, erläutert Füllner. Eine Jury wählt dann stets das beste Referat aus, für das die Gesellschaft einen Geldpreis stiftet. In diesem Jahr findet das Forum, zu dem interessierte Düsseldorfer übrigens herzlich willkommen sind, am 7. Dezember bereits zum 22. Mal statt.

Um insbesondere junge Menschen für Heinrich Heine zu begeistern, wurde vor einigen Jahren ein neues Veranstaltungsformat entwickelt, nämlich „Harrys Poetry Slam“. „Die Begeisterung der jungen Leute für diesen Dichterwettstreit ist sehr groß“, erzählt Füllner. Ganz wichtig ist der 66-Jährigen, die übrigens 21 Jahre lang als Programmleiterin des Heinrich-Heine-Instituts tätig war, neben dem wissenschaftlichen Anspruch auch die literarische Geselligkeit im Verein. So hat sie bereits 1998 die Veranstaltungsreihe „Text und Ton“ ins Leben gerufen. Rund dreimal im Jahr findet jeweils an einem Wochenende, sowohl samstags als auch sonntags, ein Sektfrühstück mit literarisch-musikalischem Programm in der Bibliothek des Heine-Instituts statt. „Rund 40 Personen finden dort Platz und die Veranstaltungen sind fast immer ausverkauft“, freut sich Füllner. Das nächste Frühstück findet unter dem Motto „Mit Makkaroni und Geistesspeise“ – Heinrich Heine, die Musik und die Salons“ am 12. und 13. Oktober statt.

Beate Werthschulte

Die Gesellschaft hat ihren Sitz an der Bilker Straße 12-14, www.heinrich-heine-gesellschaft.de.

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