Dormagen: Für Parteien beginnt der Wahlkampf erst am 1. April

Dormagen: Für Parteien beginnt der Wahlkampf erst am 1. April

Während anderswo Parteien den Aschermittwoch nutzen, um sich politisch auf die Landtagswahl einzustimmen, gehen Dormagens Kommunalpolitiker das Thema Wahl ruhiger an. Ihr Stichtag lautet in der Regel 1. April. Ab sechs Wochen vor dem Gang zur Wahlurne am 14. Mai wollen sie zielgerichtet mit den Bürgern ins Gespräch kommen und Plakate aufhängen.

"Einen speziellen Wahlkampfauftakt haben wir nicht", sagt Carsten Müller, Stadtverbandsvorsitzender der SPD, "wir fahren unseren Modus erst langsam hoch." In Absprache mit ihrem Spitzenkandidaten und Mandatsinhaber Rainer Thiel wollen die Sozialdemokraten nicht nur auf Klassiker wie Infostände setzen, sondern mit Blick auf inhaltliche Schwerpunkte zu speziellen Themenabenden einladen. Hausbesuche sind ebenso vorgesehen. "Vielleicht besucht uns auch ein Minister", hofft Müller. "Die Stimmung ist gut, aber die müssen wir erst in Stimmen umwandeln."

Von einem Wahlkampfauftakt hält Carola Westerheide wenig. Die CDU-Ratsfrau und Geschäftsführerin ist in Dormagen die Wahlkampfleiterin für Thiels Herausforderin Heike Troles. "Wir beginnen am 1. April mit der Plakatierung. Heike Troles war und wird viel im Stadtgebiet unterwegs sein." Westerheide zufolge sind Veranstaltungen in Vorbereitung, "wir bekommen sicher auch überregionale Unterstützung".

Bei den Grünen wähnt Stadtverbandssprecherin Jaroslava Voigt ihren Landtagskandidaten Hans-Christian Markert "schon seit vergangenem Jahr im Wahlkampf". Sie verweist auf diverse thematische Veranstaltungen, die es bereits gab und die noch kommen werden. Die Liberalen um Kandidat Karlheinz Meyer starten auch ab April und setzen dann auf einen Mix aus Infoständen, Plakaten und Veranstaltungen.

(schum)