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Straßenkarneval in Dormagen fällt endgültig aus

Brauchtum in Dormagen : Straßenkarneval fällt endgültig aus

Nachdem alle Veranstaltungen abgesagt wurden, fällt nun auch der Umzug der KG Ahl Dormagener Junge aus. In der Innenstadt wird es keinen Straßenkarneval geben. Andere Gesellschaften hatten vorher schon alles gestrichen.

Das war es nun wohl mit dem Karneval in diesem Jahr – auch der letzte Funken Hoffnung ist erloschen. Die KG „Ahl Dormagener Junge“ sagt nun auch den Straßenkarneval und den Umzug in der Innenstadt endgültig ab.

Mitte Dezember waren viele Karnevalsgesellschaften noch optimistisch, planten fleißig Veranstaltungen, die im Jahr 2022 stattfinden sollten. Kurz darauf Ernüchterung: Die KG Rot-Weiß Stürzelberg und die  KG „Thalia Blau-Weiß“ Delhoven haben ihre Karnevalsveranstaltungen sowie die Umzüge in ihren Dörfern bereits komplett abgesagt. „Wir hatten lange die Hoffnung, dass wir den Karneval 2022, in welcher Form auch immer, feiern können. Doch spätestens seit den Aussagen des Ministerpräsidenten und der unklaren und dynamischen Corona-Situation sahen auch wir uns gezwungen, eine Entscheidung zu treffen“, informierte der erste Vorsitzende der KG „Thalia Blau-Weiß Delhoven“ Thorsten Gimborn erst vor einigen Tagen.

Die KG Ahl Dormagener Junge hatte zunächst nur die Saalveranstaltungen gestrichen. Jetzt folgt also auch noch die Absage des Straßenkarnevals. Der Zug am Eintopfsamstag durch die Innenstadt fällt aus, ebenso das traditionell gemeinsam mit der Stadt Dormagen organisierte närrische Treiben vor dem Historischen Rathaus an Weiberfastnacht. „Diese Entscheidung tragen der gesamte erweiterte Vorstand und auch die Tollitäten der Session gemeinsam“, erklärt KG-Präsident Jens Wagner.

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Ein Lichtblick gibt es für das amtierende Kinderdreigestirn aus Prinz Johanna Grap, Bauer Julia und Jungfrau Marie Griesenauer. Das Dreigestirn wird seine Regentschaft um eine weitere Session verlängern. Mit der Intention „noch in den Genuss vieler gemeinsamer Auftritte kommen“. Besonders hart trifft der Komplettausfall dagegen das große Dreigestirn der Karnevalsgesellschaft. Für Prinz Ruben I. Gnade, Bauer Torsten Hauptmann und Jungfrau Heiko „Heike“ Does ist nach Aschermittwoch Schluss. „Wir sind für diese Session angetreten, um wieder ein Stück Normalität und Freude zurückzubringen und mit den Menschen Karneval zu feiern. Leider lassen die aktuelle Lage und Entwicklung das nicht in der von uns erhofften Form zu“, sagt Prinz Ruben I. mit großem Bedauern. Der Dank der Tollitäten geht an alle, „die uns bei den Vorbereitungen für diese Session unterstützt, organisiert, trainiert, genäht, geschrieben und gedruckt haben: Dafür können wir uns nicht oft genug bedanken.“