Bayer vor der Hauptversammlung 2024 „Das ist eine verpasste Chance, Herr Anderson“

Union Investment kritisiert, dass der Bayer-Chef sich den Aktionären am Freitag nur virtuell stellt. Er fordert Klarheit über den Umgang mit Glyphosatklagen und über die Frage der Aufspaltung. Bill Anderson hat hierzu eine Meinung.

 Bill Anderson hat Olaf Scholz ein Trikot des Meisters Bayer Leverkusen überreicht. So freundlich wird es am Freitag nicht.

Bill Anderson hat Olaf Scholz ein Trikot des Meisters Bayer Leverkusen überreicht. So freundlich wird es am Freitag nicht.

Foto: dpa/Kugler

Für Freitag ruft Bayer zur Hauptversammlung, allerdings werden sich die Aktionäre nur digital versammeln. Das ruft Kritik hervor. „Herr Anderson, Sie gehen bei Ihrer ersten Hauptversammlung auf Distanz zu Ihren Aktionären statt ihnen vor Ort direkt Rede und Antwort zu stehen. Das ist eine verpasste Chance“, sagt Janne Werning, Manager von Union Investment, laut dem bereits veröffentlichten Redetext. Die Fondsgesellschaft der Volksbanken ist Aktionär bei Bayer und vertritt die Interessen von 5,8 Millionen Anlegern. „Nur echter Dialog in Präsenz kann Vertrauen schaffen, virtuelles Wegducken nicht“, mahnt Werning.