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Angst vor Lockdown? Zoll in NRW stellt ungewöhnliche viele Drogen sicher

Zusammenhang mit Corona vermutet : Zoll stellt ungewöhnlich viele Drogen sicher

Das Zollfahndungsamt in Essen meldet in diesen Tagen auffällig viele Drogenfunde. Allein am vergangenen Wochenende stellten die Fahnder Betäubungsmittel im Wert von 2,2 Millionen Euro sicher. Die Behörde glaubt, dass die Pandemie damit zu tun haben könnte.

Zollfahnder aus Nordrhein-Westfalen haben am Wochenende zusammen ungewöhnlich viele Drogen beschlagnahmt. Bei mehreren, nicht zusammenhängenden Schmuggelversuchen stellten die Beamten laut einer Mitteilung von Montag insgesamt 137 Kilogramm Drogen mit einem Straßenverkaufswert von 2,2 Millionen Euro sicher. „Unsere Ermittlungszahlen zeigen, dass die Schmuggelversuche im großen Stil wieder ansteigen“, sagt der stellvertretende Leiter des Zollfahndungsamtes Essen, Stefan Muhr. Er vermutet, dass die Kriminellen „möglicherweise versuchen, ihre Drogenlager vor einem von ihnen befürchteten Lockdown aufzufüllen.“

So stellte der Zoll im Grenzgebiet zu den Niederlanden von Freitag bis Sonntag 124 Kilogramm Rauschgift sicher. Darunter Kokain, Heroin und Haschisch. Die Fahnder in Duisburg und von der Bundespolizei in Kleve entdeckten 29 Kilogramm Ecstasy und 23 Kilogramm Marihuana. Am Flughafen Köln-Bonn wurden im gleichen Zeitraum 13 Kilogramm Drogen, darunter 2 Kilogramm Heroin und Marihuana entdeckt.

(th/dpa)