MSV Duisburg: Sportdirektor Ivo Grlic legt Spielern Gehaltsverzicht nahe

Finanzielle Einbußen in Duisburg : MSV-Sportdirektor Grlic legt Spielern Gehaltsverzicht nahe

Der MSV Duisburg vollzieht nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga einen großen personellen Umbruch und trennt sich von mindestens zwölf Spielern. Bis zum 28. Mai müssen die Meidericher eine Finanzierungslücke geschlossen haben, um die Lizenz für die 3. Liga zu erhalten.

Enis Hajri, Young-Jae Seo, Joseph Baffoe, Gerrit Nauber, John Verhoek, Cauly Souza, Christian Gartner, Boris Tashchy, Jan-Niklas Pia, Havard Nielsen, Yanni Regäsel und Felix Wiedwald wurden laut Mitteilung des Klubs am Montag im Rahmen eines Team-Treffens verabschiedet. Duisburg hatte die Saison auf dem letzten Tabellenplatz beendet und stand bereits nach dem 33. Spieltag als Absteiger fest.

Mit welchem Kader Trainer Torsten Lieberknecht für die nächste Saison planen kann, ist wegen der finanziellen Situation noch unklar. „Jeder von den Jungs, die wir gerne halten würden, muss sich die Frage stellen: Krempel’ ich auch mit finanziellen Einbußen die Ärmel weiter in Zebra-Streifen auf?“, erklärte Sportdirektor Ivo Grlic. „Wir werden auf Spieler setzen, die bereit sind, den Weg mitzugehen, den der MSV in seiner langen Historie so oft ausgezeichnet hat und von dem wir in der vergangenen Saison leider abgekommen sind. Wir wollen ein Team sehen, das mit Hingabe das umsetzt, was unsere Stadt auszeichnet: Harte Arbeit, Bereitschaft zum Kampf, unbedingter Siegeswille“

Die Lizenz für die 3. Liga ist bislang allerdings noch nicht gesichert. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sie nur unter der Auflage erteilt, dass eine Finanzierungslücke geschlossen wird. Am 28. Mai muss der MSV entsprechend die Lizenzunterlagen final beim DFB abgeben.

Fabian Schnellhardt, Lukas Daschner, Migel-Max Schmeling, Ahmet Engin, Jonas Brendieck, Bastian Neumann, Joseph Gyau und Thomas Blomeyer, der nach seiner Leihe vom Drittliga-Absteiger Lotte zurückkehrt, haben aus dem aktuellen Kader auch für 3. Liga gültige Verträge. Die weiteren Planungen gestalten sich laut Information des Traditionsvereins kompliziert.

(pabie/dpa)
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