KFC Uerdingen enttäuscht gegen FC Ingolstadt und verliert 0:3

0:3-Niederlage gegen FC Ingolstadt : KFC Uerdingen wird Ansprüchen nicht gerecht

Der ambitionierte Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat nach fünf Spieltagen den Kontakt zur Spitzengruppe verloren. Die Mannschaft unterlag dem Spitzenreiter FC Ingolstadt 0:3, der nun acht Punkte vor den Krefeldern rangiert.

Eine Woche nach dem Pokal-Aus gegen Borussia Dortmund (0:2) hat der KFC Uerdingern auch in der Meisterschaft Federn lassen müssen. Die Gastgeber verloren nach einer enttäuschenden Vorstellung gegen den Zweitliga-Absteiger aus Ingolstadt mit 0:3 (0:1), wobei zwei Treffer in der Nachspielzeit fielen. Der Sieg der abgeklärteren Gäste in dem schwachen Spiel war verdient, weil die Uerdinger spielerisch enttäuschten und sich während der 90 Minuten nur zwei Chancen erarbeiteten.

Der KFC musste weiterhin auf die verletzten Dennis Daube (Innenbandriss), Dominic Maroh (Rippenbruch), Osayamen Osawe (muskuläre Probleme), Tobias Rühle (Sprunggelenkverletzung) und Adam Matuschyk (Aufbautraining) sowie die gesperrten Kevin Großkreutz und Assani Lukimya verzichten. Dafür waren Kapitän Jan Kirchhoff und Torjäger Adriano Grimaldi wieder einsatzfähig. Der vom FC Heidenheim ausgeliehene Innenverteidiger Oliver Steurer gehörte ebenso wie Grimaldi dem Kader an, aber nicht der Anfangsformation. Wohl aber Kirchhoff, der wieder die Sechser-Position bekleidete.

Trainer Heiko Vogel weiß, dass sich die neu formierte Mannschaft erst finden muss, was einige Zeit benötigt. Das ist sicher auch ein Grund dafür, dass er nur personelle Wechsel vornimmt, wenn es nicht anders möglich ist. So wurden Großkreutz und Lukimya durch Alexander Bittroff und Manuel Konrad ersetzt. Für Kirchhoff rückte Jean Manuel Mbom vor und verdrängte Patrick Pflücke.

Ein Wiedersehen gab es mit Maximilian Beister, der im Sommer für rund 200.000 Euro nach Ingolstadt gewechselt war. Doch der Torjäger saß wegen muskulärer Probleme zunächst nur auf der Bank. Acht Minuten vor dem Anpfiff griff Beister zum Mikrofon und bedankte sich beim KFC und den Fans „für die tolle Zeit, an die er sich gern erinnert: die Spiele gegen Mannheim, den Aufstieg und die Grotenburg“. Der Applaus der Fans war ihm gewiss.

Die Gastgeber standen unter Druck, denn sie lagen fünf Punkte hinter dem Tabellenführer aus Ingolstadt. „Ich spüre keinen Druck“, sagte Vogel vor dem Spiel trotzig und fügte hinzu: „Im August oder September ist noch keine Meisterschaft entschieden worden.“ Dennoch war für den KFC klar: Verlieren verboten!

Doch nach nur 134 Sekunden gab es eine kalte Dusche für die Uerdinger. Caniggia Elav brachte die Gäste nach einem katastrophalen Fehlpass von Boubarcar Barry in Führung. Es war der furiose Auftakt einer an Höhepunkten armen Halbzeit. Die Führung der Schanzer in der schwachen Partie zur Pause war jedoch verdient, weil sie reifer und abgeklärter wirkten gegen die bieder und einfallslos wirkenden Platzherren, die sich nur eine halbe Chance durch Rodriguez erspielten.

Zehn Minuten nach dem Wechsel verstärkte Vogel die bis dahin schwache Offensive, indem er Grimaldi für Barry brachte, wenig später kam bei den Gästen auch Beister aufs Feld, der die sich nun bietenden Konterchancen nutzen sollte. Die Uerdinger waren nun überlegen, aber noch nicht zwingend. Grimaldi deutete seine Torgefahr zwar mehrmals an, doch der Ausgleich gelang auch ihm nicht. Stattdessen glückte Kaya das 2:0, indem er den heraus eilenden Torhüter Lukas Königshofer in der Nachspielzeit per Kopfball überlupfte. Und Stefan Kutschke mache endgültig den Deckel drauf.

KFC Uerdingen - FC Ingolstadt 0:3 (0:1)

Uerdingen: Königshofer - Bittroff, Kirchhoff (78. Pflücke), Maxsö, Dorda - Manuel Konrad - Gündüz (73. Kinsombi), Mbom, Rodriguez, Barry (54. Grimaldi) - Evina. - Trainer: Vogel

Ingolstadt: Buntic - Kurzweg, Paulsen, Kotzke, Gaus - Krauße, Thalhammer - Sussek (58. Beister), Wolfram (61. Diawusie) - Kutschke, Elva (69. Kaya). - Trainer: Saibene

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)

Tore: 0:1 Elva (3.), 0:2 Kaya (90.), 0:3 Kutschke (90.+2)

Zuschauer: 2658

Gelbe Karten: - Gaus, Kaya, Krauße

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