KFC Uerdingen beendet durch 3:1 in Lotte schwarze Serie von zwölf Spielen ohne Sieg

KFC feiert 3:1-Sieg in Lotte : Uerdingen beendet schwarze Serie

Maximilian Beister, Connor Krempicki und Mario Erb stellen mit ihren Toren bereits vor der Pause die Weichen zum souveränen 3:1-Sieg des KFC Uerdingen bei den Sportfreunden Lotte. Damit endet eine Serie von zwölf Spielen ohne Sieg.

So hatte sich Mikhail Ponomarev das vorgestellt, das war der Fußball, den der KFC-Präsident sehen wollte, aber auf den er in den vergangenen Wochen so oft vergeblich gewartet hatte. Tatsächlich agierten die Uerdinger in der ersten Halbzeit bei den Sportfreunden Lotte ganz im Stile einer Spitzenmannschaft und führten bereits zur Pause verdient mit 3:0. Dass sie dann nach dem Wechsel nicht mehr ganz so dominant auftraten, war der klaren Führung geschuldet. Aber die Mannschaft brachte den Vorsprung beim 3:1-Erfolg insgesamt souverän ins Ziel, hätte jedoch den einen oder anderen Konter sauberer zu Ende spielen müssen.

Die vergangenen fünf Tage waren Balsam für die geschundenen KFC-Seelen. Was waren da angesichts der Krise und dem Pokalspiel in Essen nicht für Geschichten lanciert worden, um die Unruhe zu schüren. Doch die Hafenstraße wurde wieder zum Wendepunkt. Vor einem Jahr war Ponomarev nach einem 2:2 bei Rot-Weiss Essen in die Kabine gestürmt, hatte den Spielern die Leviten gelesen und Trainer Michael Wiesinger gefeuert. Es folgten unter dem neuen Trainer Stefan Krämer zwölf Siege in Folge und der Aufstieg in die Dritte Liga.

Jetzt gewannen die Uerdinger nach zwölf Spielen ohne Sieg an der Hafenstraße gegen RWE das Pokal-Halbfinale mit 2:0 und erreichten das Endspiel. In Lotte verscheuchten sie mit dem Sieg das von einigen aktivierte Abstiegsgespenst. „Wir haben in Essen schon gemerkt, welch eine Last von uns gefallen ist“, berichtete Kapitän Mario Erb. „Wir sind unheimlich froh, dass wir uns jetzt auch in der Liga belohnt haben.“

Es war der Lohn für eine engagierte, spielerisch gute Leistung. Das frühe Führungstor war symptomatisch: Stefan Aigner setzte Lottes Verteidiger Blomeyer unter Druck, der patze. Aigner überließ Maximilian Beister den Ball, der ihn flach ins Eck zirkelte. Dann nahm sich Connor Krempicki ein Herz und hämmerte den Ball in die Maschen. Schließlich traf Mario Erb per Kopf nach einer Ecke zur beruhigenden 3:0-Führung.

Die vier Uerdinger stehen stellvertretend für die Wende, an der Trainer Frank Heinemann auch seinen Anteil hat. Warum? Weil er Erb neben Assani Lukimya in die Innenverteidigung gestellt hat; weil er Beister als Torjäger und Führungsspieler gestärkt hat; weil er Aigner, der Wochen außer Form war, reaktiviert hat; und weil er den zuvor ausgebooteten, laufstarken Krempicki zurück geholt hat. „Der war ja nie weg“, entgegnet Heinemann bescheiden. „Alle gehören zum Kader, die Mannschaft ist intakt, das habe ich immer gesagt, auch wenn es einige nicht glauben wollten.“

 Das bestätigt auch Kapitän Erb. „Die zurückliegenden neun Wochen waren unheimlich schwer für uns“, sagt er. „Wir haben in der Woche immer Gas gegeben und haben überlegt, was wir besser machen können.“ Er räumte allerdings ein, dass die Einstellung in Essen und Lotte eine andere war als zuvor: „Es waren nicht alle Spiele schlecht, aber in einigen hat man an der Körpersprache gesehen, dass es nicht ganz so war, wie es sein sollte. Das haben wir jetzt in den beiden Spielen gut gemacht.“

Erb wird am Sonntag gegen den Spitzenreiter VfL Osnabrück aber fehlen, weil er wegen der fünften Gelben Karte gesperrt ist. Wie schwer die Verletzungen von Adam Matuschyk und Adriano Grimaldi sind, müssen genauere Untersuchungen ergeben.

Lotte Kroll - Langlitz (74. Drinkuth), Straith, Blomeyer, Al-Hazaimeh - Chato Nguendong, Wendel (80. Karweina) - Oesterhelweg (43. Wegkamp), Jonas Hofmann, Lindner - Jovic. - Trainer: Drube

Uerdingen Benz - Großkreutz (75. Bittroff), Erb, Lukimya, Dorda - Matuschyk (22. Pflücke), Konrad - Beister, Krempicki, Rodriguez Araya (65. Grimaldi) - Aigner. - Trainer: Heinemann

Schiedsrichter Michael Bacher (Amerang)

Tore 0:1 Beister (5.), 0:2 Krempicki (27.), 0:3 Erb (40.), 1:3 Lindner (56.)

Zuschauer 1634

Gelbe Karten Langlitz, Jonas Hofmann, Straith - Erb, Krempicki, Aigner, Beister

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