KFC-Präsident Ponomarev braucht ein Plan B in puncto Merkur Spiel-Arena

Kommentar zum Umzug nach Düsseldorf : KFC benötigt einen Plan B

Was regen sie sich in Düsseldorf auf, dass die Stadt den KFC Uerdingen tatsächlich eine Saison lang seine Heimspiele in der Merkur Spiel-Arena austragen lassen will? Fortuna hat das Thema hoch emotionalisiert und die Debatte angeheizt. Ein Kommentar.

Was spricht eigentlich sachlich dagegen, dass die Krefelder 19 Heimspiele dort bestreiten? Nichts. Sollte der Rasen dort leiden, wird er ausgewechselt. Weitere sachliche Gründe? Keine. Es ist und bleibt Fortunas Stadion. Die Uerdinger müssen auch nicht in Fortunas Fan-Kurve, es reicht wenn zwei, drei Blöcke in der Mitte geöffnet werden.

Was spricht dafür, dass Uerdingen dort spielen darf? Die Finanzen. Der KFC zahlt der Stadt Düsseldorf angeblich 1,6 Millionen Euro Miete und damit deutlich mehr als derzeit Fortuna (1,1).

Warum ist Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer so vehement dagegen? Es sei sportlich und wirtschaftlich nicht sinnvoll und erzeuge Folgeprobleme, behauptet er. Oder nutzt er eventuell auf diese Weise nur die willkommene Gelegenheit, sich nach seinem Desaster um die Vertragsverlängerung mit Trainer Friedhelm Funkel als Fortune und Freund der Fans zu präsentieren? Ob sich die Stadt jedoch unter Druck setzen lässt und die Entscheidung der Betreibergesellschaft revidiert, bleibt abzuwarten.

Für den KFC und Präsident Mikhail Ponomarev zählt zunächst einmal der unterzeichnete Vertrag. Er sollte dennoch vorsichtshalber nach einer Alternative Ausschau halten. Es gibt sicher noch andere Städte, die angesichts des finanziellen Ausgleichs bereit sind, ihr Stadion zur Verfügung zu stellen.

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