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3. Liga: KFC Uerdingen braucht beim SV Waldhof Mannheim einen Punkt für den Klassenerhalt

Finale in Mannheim : KFC Uerdingen verlässt sich nicht auf andere

Die Uerdinger wollen den einen Punkt, der noch zum Klassenerhalt notwendig ist, am Samstag beim SV Waldhof Mannheim holen. Die siegreiche Elf von Magdeburg wird nur auf einer Position verändert.

Viele denken in diesen Tagen an den Mai 2018. Damals traf der KFC in der Relegation um den Aufstieg in die Dritte Liga auf den SV Waldhof Mannheim. In Duisburg behielten die Uerdinger die Oberhand durch ein Tor von Maximilian Beister, im Rückspiel führten sie in Mannheim nach Treffern von Connor Krempicki und Tanju Öztürk mit 2:1, ehe das Spiel wegen des fortwährenden Abbrennens von Feuerwerkskörpern im Mannheimer Block abgebrochen wurde. Die Kontrahenten trafen im Mai 2020 an gleicher Stelle erneut aufeinander und auch da setzten sich die Uerdinger mit 2:1 durch. Die Tore erzielten Osayamen Osawe und Jan Kirchhoff. Und im Lager der Blau-Roten hätte niemand etwas dagegen, wenn es nun zum dritten Mal in Folge einen 2:1-Sieg in Mannheim gäbe.

„Das ist alles Schnee von gestern“, sagt Teamchef Stefan Reisinger, der als einer der wenigen bereits 2018 beim Aufstieg dabei war. „Das war super, ein sehr emotionales Erlebnis, aber all das ist Vergangenheit und zählt nicht mehr. Für uns zählt jetzt nur das Spiel am Samstag. Da muss jeder seine Aufgabe erfüllen und alles in die Waagschale schmeißen.“

Diesmal geht es für den KFC nicht um den Aufstieg, sondern um den Klassenerhalt in der Dritten Liga. Die Konstellation ist völlig klar: Mit einem Punktgewinn sind die Uerdinger gerettet, bei einer Niederlage wären sie auf Schützenhilfe angewiesen. Sollte dann aber der FC Bayern München II gegen Halle oder der SV Meppen gegen den MSV Duisburg gewinnen, so wären die Uerdinger abgestiegen. „Wir dürfen und wir werden nicht auf die anderen gucken“, sagt Reisinger. „Beim MSV ist die Luft raus, die Bayern haben ein Heimspiel. Wir müssen auf uns schauen, unsere Leistung abrufen und punkten.“

Dass das gar nicht so leicht wird, hat nun auch Jürgen Press erkannt. Der KFC-Trainer ist jedenfalls ordentlich zurück gerudert. Nachdem er vor einer Woche nach dem 1:0-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg noch gesagt hatte, die Mannschaft sei mit Mannheim nicht zu vergleichen, hob er nun das Loblied auf den SV Waldhof an: „Das ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die die letzten drei Spiele gewonnen hat. Sie haben ein sehr gutes Scouting und viele Spieler, die variabel eingesetzt werden – anders als Magdeburg, aber sehr gut. Sie haben nicht umsonst Dresden zwei Mal geschlagen und auch 1860 München besiegt. Das wird ein Brett.“

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Bei aller Wertschätzung: Mannheim ist Tabellenachter, die Heimbilanz mit sieben Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen bei 35:32 Toren ziemlich ausgeglichen. Und die Uerdinger fühlen sich in der Fremde wohl, was ihre positive Bilanz mit sieben Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen bei 23:21 Toren dokumentiert. Die Chance, den einen rettenden Punkt in Mannheim zu erkämpfen, ist also durchaus gegeben – trotz der Personalmisere.

Der Kader wird erneut klein sein, weil Adriano Grimaldi (Covid-19), Tim Albutat (Kreuzbandriss) und Peter van Ooijen (muskuläre Probleme) natürlich weiterhin fehlen, zudem Christian Kinsombi, dessen alte Oberschenkelzerrung nach seinem erfolgreichen Comeback gegen Magdeburg wieder aufgebrochen ist. Außerdem haben Hans Anapak und Rijad Kobiljar mit dem Training aussetzen müssen.

So wird der KFC, bis auf Kinsombi, mit der gleichen Aufstellung antreten wie zuletzt. Offen ist noch, ob für den offensiven Mittelfeldspieler Kolja Pusch oder Gustav Marcussen beginnen werden. Doch völlig egal, wer auf dem Platz steht. Für alle gilt, was Trainer Jürgen Press sagt: „Entscheidend sind Laufbereitschaft und Herzblut, die müssen gepaart werden mit der individuellen Klasse.“