KFC Uerdingen gegen Karlsruher SC nach sieben sieglosen Spielen den Trendwechsel

KFC Uerdingen: Trendwechsel gegen Karlsruhe

Ursprünglich sollte es ein echtes Spitzenspiel werden. Jetzt will der Fußball-Drittligist KFC Uerdingen die Chance nutzen, seine Negativserie von sieben sieglosen Spielen zu stoppen.

Der ehemalige Trainer des KFC Uerdingen, Stefan Krämer, hatte sein Ziel immer klar formuliert. Es gehe darum, sich vor dem Saisonendspurt zu positionieren. Die Entscheidung falle sowieso erst an den letzten sechs, sieben Spieltagen.

Das Ziel hat sich für den neuen Trainer Norbert Meier und die Mannschaft möglicherweise nicht grundlegend geändert, doch geht es für sie zunächst einmal nur um eines: Den Negativtrend zu stoppen. „Nach so einer Leistung muss hier keiner vom Aufstieg reden. Wir sind von Platz drei meilenweit entfernt“, hatte der Coach nach dem blamablen Auftritt in Halle (0:4) gesagt. „Es geht jetzt nur darum, sich im nächsten Spiel anders zu präsentieren.“ Die nächste Möglichkeit dazu besteht am Freitag (19 Uhr) gegen den Karlsruher SC, der am vergangenen Wochenende Spitzenreiter VfL Osnabrück mit 2:1 niedergerungen hat.

Es ist erst sieben Spieltage her, dass die Uerdinger nach dem Abschluss der Hinrunde nur einen Punkt hinter den beiden führenden Mannschaften standen. Nun sind es elf beziehungsweise neun Zähler. Grund ist eine vor zwei Monaten noch für unmöglich gehaltene Negativserie von sieben sieglosen Spielen. Damit hat der KFC seine gute Ausgangsposition zunächst einmal verspielt. In der eigentlich als echtes Spitzenspiel gedachte Begegnung gegen Karlsruhe geht es nun um den Stopp der Negativserie, Rehabilitation und Trendwechsel.

Nach dem freien Karnevalssonntag ging es am Rosenmontag in den Kraftraum. Am Dienstag Morgen wurde am Löschenhofweg trainiert. „Zwei Einheiten verträgt der Rasen in der Grotenburg bei dem Wetter nicht“, sagte Meier vor dem Training am Nachmittag. Das Grün ist nach den Regenfällen der vergangenen Tage stark aufgeweicht.

Meier hatte in den vergangenen Tagen auf verschiedenen Ebenen mit den Spielern gearbeitet. „Trainieren müssen wir sowieso“, sagte der Coach, der seinen Schützlingen den desaströsen Auftritt in Halle aber auch per Video vor Augen führte. Auf psychologischer Ebene sei er nicht außergewöhnlich aktiv geworden, habe die Spieler nicht in besonderer Weise aufgerichtet: „Das muss innerhalb der Mannschaft geschehen.“ Sie verfüge über „genügend Erfahrung. Und Freitag ist das nächste Spiel, da hat sie ihre nächste Chance.“

Bis auf die Langzeitverletzten Dennis Daube, Ali Ibrahimaj und Khalil Mohammad sind alle im Training. Alexander Bittroff ist in den nächsten Tagen wieder einsatzbereit. Und auch Adriano Grimaldi macht Fortschritte, dürfte aber noch nicht als Alternative für den Kader zur Verfügung stehen.

Der sportliche Rückschlag bleibt natürlich auch wirtschaftlich nicht folgenlos. Anstatt der bei günstiger Konstellation erhofften 8.000 oder gar 10.000 Zuschauer werden am Freitag wahrscheinlich nur rund 5.000 Besucher in die Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena kommen. Übrigens, es wären in Krefeld, Düsseldorf, Wattenscheid oder sonst wo ähnlich viele.

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