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KFC Uerdingen feiert mit 1:1 in Mannheim den Klassenerhalt

1:1 beim SVW Mannheim : KFC Uerdingen feiert den Klassenerhalt

Der KFC Uerdingen feiert den Klassenerhalt. Die Mannschaft von Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Jürgen Press holte beim SV Waldhof Mannheim ein Remis. Mike Feigenspan bringt den KFC in Führung, Marcel Costly gleicht aus.

In Mannheim fühlt sich der KFC Uerdingen besonders wohl. Es ist der Ort, an dem der Verein seine beiden größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte gefeiert hat: Drei Jahre nach dem 2:1-Sieg in der Relegation und dem Aufstieg in die Dritte Liga feierte der KFC nun an gleicher Stätte den Klassenerhalt. Die Uerdinger holten beim SV Waldhof Mannheim mit dem 1:1 (0:0) den einen noch notwendigen Punkt.

 Die sportliche Qualifikation ist aber nur der erste Schritt. Bis Ende des Monats will der Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth das Verfahren abschließen und so die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Lizenzerteilung schaffen. Doch das weit größere Problem ist die Stadionfrage, denn in der Grotenburg, die seit Mai 2018 nicht zur Verfügung steht, soll erst im April 2022 wieder gespielt werden können.

Der KFC musste auch in Mannheim auf Torjäger Adriano Grimaldi (Covid-19) und Tim Albutat (Kreuzbandriss) sowie Christian Kinsombi verzichten, dessen Oberschenkelzerrung wieder aufgebrochen war. Sohatten Teamchef Stefan Reisinger und Trainer Jürgen Press die zuletzt siegreiche Formation vom 1:0 gegen den 1. FC Magdeburg nur auf einer Position geändert: für Kinsombi spielte Kolja Pusch. Der Schütze des Goldenen Tores, Gustav Marcussen, saß zunächst auf der Bank und nahm erneut die Joker-Rolle ein, die er zuletzt positiv ausgefüllt hatte.

„Wir werden uns nicht auf andere verlassen, sondern wollen den Klassenerhalt aus eigner Kraft schaffen“, hatte Reisinger vor dem Anpfiff gesagt. Ein Punkt würde reichen, doch auf einen Punkt oder gar ein 0:0 kann man nicht spielen. Trotzdem war klar, dass die Gäste angesichts ihrer schwache Torausbeute zunächst einmal darauf bedacht sein mussten, möglichst kein Gegentor zu kassieren.

Die Uerdinger versteckten sich folglich nicht und sorgten nach fünf Minuten erstmals für Gefahr, doch Mike Feigenspan traf nur das Außennetz. Es blieb für lange Zeit die einzige Strafraumaktion auf beiden Seiten. Ein Schuss des Mannheimers Rafael Garcia nach 20 Minuten, der über das Tor ging, war einer der wenigen Höhepunkte während des Abnutzungskampfs, den sich beide Mannschaften im Mittelfeld lieferten. Mühe hatte Mannheims Torhüter Markus Schulz mit dem Schuss von Muhammed Kiprit, den er zur Ecke ablenkte. Pech hatten die Gäste in der 37. Minute, als ein schöner Direktschuss von Kolja Pusch an den Pfosten ging. Ein Treffer wäre angesichts der zeitgleichen Führung des SV Meppen gegen den MSV Duisburg beruhigend gewesen. Und weil auf der anderen Seite Assani Lukimya bei einer gefährlichen Hereingabe gerade noch rechtzeitig klärte, ging es torlos in die Pause.

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Auch nach dem Wechsel hatte der KFC die erste Chance, doch der Kopfball von Edvinas Girdvainis ging knapp neben das Tor. Die Gastgeber erarbeiteten sich dann ein deutliches optisches Übergewicht, doch die Uerdinger verstanden es, ihren Strafraum so abzuriegeln, dass nur selten Ball und Gegner dort einzudringen vermochten. In der 62. Minute gingen die Gäste nach einer Balleroberung von Fridolin Wagner, der Marcel Costly das Spielgerät abknöpfte und Mike Feigenspan bediente, der einschoss, mit 1:0 in Führung. Welch ein Jubel, welch eine Erleichterung brachen sich da Bahn!

Am Spiel änderte sich nicht viel. Die Platzherren machten Druck, ohne allerdings zu gefährlichen Chancen zu kommen. Fünf Minuten vor Schluss köpfte Marcel Costly den Ausgleich. Es begann für den KFC noch einmal das große Zittern, bis endlich der erlösende Schlusspfiff ertönte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So feiert der KFC Uerdingen den Klassenerhalt