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Borussia Mönchengladbach: Breel Embolo und Lars Stindl die aussichtsreichsten Kandidaten auf der Zehn

Embolo oder Stindl als Zehner : Rose muss zwischen Wucht und Struktur entscheiden

Zwischen Breel Embolo und Lars Stindl wird sich wohl die Besetzung der Zehner-Position in Leipzig entscheiden. Sie bringen Borussia verschiedene Aspekte.

Lars Stindl hat es gegen Mainz 05 ordentlich gemacht auf der Zehn. „Ich wollte unbedingt mein Spiel zeigen und denke, dass es ganz gut gelungen ist“, sagte Borussias Kapitän. „Meine Aufgaben sind, für spielerische Qualität zu sorgen und Überzahl zu schaffen, damit wir ins letzte Drittel kommen und unser Spiel durchziehen können. Das ist ganz ordentlich gelungen.“

Auf diese Aspekte könnte es auch beim Spitzenspiel am kommenden Samstag bei RB Leipzig (18.30 Uhr) ankommen. Stindl kann sich durchaus berechtigte Hoffnungen machen, auch im Auswärtsspiel gegen den Spitzenreiter der Bundesliga wieder auf der Zehner-Position starten zu dürfen. Doch es gibt einen Konkurrenten, der andere wichtige Attribute ins Spiel bringen würde und den Leipzigern schon im Hinspiel sehr viel Mühe machte: Breel Embolo.

Beim Gladbacher 1:3 vor fünf Monaten stand der Schweizer Nationalspieler erstmals in der Startelf der Borussen, nachdem er zuvor für zehn Millionen Euro von Schalke 04 aus an den Niederrhein gewechselt ist. Embolo spielte auf der Zehn, war mit seiner Wucht und körperlichen Stärke kaum von den Leipzigern zu bremsen. An nahezu jeder gefährlichen Aktion der Gladbacher war der 22-Jährige damals beteiligt, er köpfte schließlich auch den einzigen Treffer für sein Team, legte beinahe auch noch kurz vor Schluss den 2:2-Ausgleich nach, ehe Timo Werner mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung sorgte.

Nun lautet für Trainer Marco Rose die Frage vor dem Topspiel in seiner Heimatstadt: Braucht Borussia eher Wucht oder Struktur auf der Zehner-Position? Setzt er eher auf die fußballerischen Komponenten, die Stindl ins Spiel bringen würde, oder doch auf die Power von Embolo?

Für Stindl spricht, dass Borussia als Außenseiter in die Partie geht, gegen die stärkste Offensive der Bundesliga wohl in einer eher defensiveren Grundordnung agieren muss, vielleicht sogar in einem defensiven 3-5-2-System. Der 31-Jährige wäre das Bindeglied zwischen der Defensive und dem Angriff der Borussen, könnte eine seiner größten Stärken einbringen, das Erkennen der Räume zwischen den Verteidigungslinien des Gegners.

Doch auch eine große Stärke von Embolo könnte am Ende hilfreich für Stindl sein. Der bullige Stürmer hat in dieser Saison mehrfach – etwa beim 3:1-Sieg gegen Mainz – nachgewiesen, dass er große Qualitäten als Joker hat. Mit seiner Schnelligkeit und Wucht stellt er die müden Gegenspieler vor große Aufgaben, tritt selbst gefährlich in Erscheinung wie im Hinspiel in Mainz, als er das 3:1 erzielte, oder schafft Räume für andere, ein eindrucksvolles Beispiel dafür war die Partie gegen Bayern München, die Borussia nach Embolos Einwechslung nach einem 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg umwandelte.

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Für einen Startelfeinsatz des Schweizers spricht dagegen die Erfahrung aus dem Hinspiel. Seine Nominierung würde auch Eindruck bei den RB-Verteidigern schaffen, die noch aus der Partie im vergangenen Sommer wissen, wie stark Embolo ist.

Rose wird die nächsten Trainingstage nutzen, um die nötigen Eindrücke für seine Startelf-Entscheidungen zu sammeln. Die Zehner-Position ist dabei ein wichtiges Element, auch Florian Neuhaus könnte diese Position besetzen und würde ähnliche Dinge wie Stindl einbringen. Es wird die Frage sein: Wucht oder Struktur?