Krefeld Pinguine: Kai Hospelt will sein 1000. DEL-Spiel im Pinguine-Trikot absolvieren

1000 DEL-Spiele als Ziel : Hospelt will seine Karriere bei den Pinguinen beenden

Kai Hospelt hat jetzt 900 DEL-Spiele auf dem Buckel, Geht es nach ihm, macht er noch die 1000 voll und beendet seine Karriere bei den Krefeld Pinguinen. Am Donnerstag sind aber erst einmal Ice Tigers Nürnberg zu Gast.

Eishockeyspiele am Donnerstag sind für die Zuschauer nicht minder unattraktiv wie Fußballspiele am Montag. Doch wie es der Spielplan der Deutschen Eishockey-Liga will, bestreiten die Pinguine an diesem Donnerstagabend (19.30 Uhr) ihr Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers. Die Mannschaft ist gewillt, auf dem Eis mit einem Sieg ein weiteres Zeichen für den Erhalt des DEL-Standortes Krefeld zu setzen. Dazu benötigt sie tatkräftige Unterstützung von den Rängen. Denn die Gäste aus dem Frankenland sorgten am Freitag mit einem Sieg in München für Aufsehen. Und mit einem Erfolg könnten die Krefelder nach langer Zeit mal wieder in die Top-Ten der Tabelle vorrücken.

Vor dem ersten Bully steht Kai Hospelt im Mittelpunkt, der für sein 900. DEL-Spiel, das er am Sonntag gegen Augsburg absolvierte, geehrt wird. Der gebürtige Kölner würde gerne seine Karriere in Krefeld beenden: „Man weiß natürlich um die Situation hier im Verein. Ich hoffe natürlich, dass es hier weiter geht. Das ist für uns und für die Liga wichtig. Krefeld ist ein Traditionsstandort. Ich hoffe, dass ich hier weiter spielen kann, dann klappt es vielleicht auch noch mit dem 1000. Spiel.“ Der 34-jährige Center spielt nun schon seit 17 Jahren in der höchsten Liga und hat alle Höhen und Tiefen eines Profis erlebt. „900 Spiele, das ist eine schöne Zahl, das erreichen nicht so viele. Wenn ich zurückschaue, dann erinnere ich mich an das Marathonspiel in Köln gegen Mannheim und an die Meisterschaft, die ich mit Mannheim in Ingolstadt geholt habe. Ein ganz besonderes Spiel war für mich das Halbfinale mit Wolfsburg gegen Krefeld, wo ich in der Verlängerung das Siegtor erzielt habe“, sagte er am Mittwoch nach dem Training im RP-Gespräch.

Hospelt ist froh, dass im Sommer der Wechsel von den Haien nach Krefeld geklappt hat und er mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Köln wohnen bleiben konnte: „Ich fühle mich im Augenblick sehr gut und bin fitter als in der vergangenen Saison. Mental bin ich auch besser drauf. Zuletzt haben wir ja auch ein paar Spiele gewonnen, das hilft.“

Zusammen mit Jacob Lagacé und Philipp Kuhnekath trug Hospelt zuletzt maßgeblich dazu bei, dass sich die Durchschlagskraft nicht nur auf zwei Sturmreihen verteilt. Und das ganz zur Freude seines Trainers, der am Mittwoch die gesteigerte Effektivität der dritten und vierten Reihe herausstellte: „Das hilft uns sehr. So können wir unseren Top-Leuten ein wenig mehr Pause geben, die dann im Powerplay effektiver sind.“ Das ist besonders gegen die Nürnberger wichtig, die in dieser Saison bisher besonders häufig auf der Strafbank saßen, aber aktuell das beste Unterzahlteam der Liga sind.

Die personelle Lage der Pinguine ist unverändert. Laurin Braun, der gegen Augsburg ab dem zweiten Drittel passen musste, ist einsatzbereit. Mit dem Comeback von Jeremy Welsh rechnet der Trainer am übernächsten Wochenende: „Er war jetzt schon auf dem Eis. Wenn er fit ist, kann er für uns noch ein wichtiger Faktor sein. Der Saisonstart war für ihn nicht gut. Jetzt bekommt er die Möglichkeit für einen Neustart.“ Weiter gute Fortschritte im Training macht Martin Schymainski. Reid hofft, dass er bald eingesetzt werden kann: „Schimmi bringt Energie aufs Eis, die wir hier und da in einigen Spielen vermisst haben.“

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