Krefeld Pinguine verlieren bei den Straubing Tigers 3:5

Fehlstart nach der Deutschland-Cup-Pause : Pinguine verlieren bei den Straubing Tigers

Die Krefelder konnten im Auswärtsspiel in Straubing nur im ersten Drittel mithalten und unterlagen mit 3:5. Daniel Pietta erzielte zwei Treffer. Am Sonntag sind die Augsburger Panther in der Yayla-Arena zu Gast.

Schon fast traditionell kassierten die Pinguine im ersten Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause erneut eine Niederlage. Bei den Straubing Tigers unterlagen sie mit 3:5. Der letzte Erfolg nach der November-Pause liegt nun schon fünf Jahre zurück. Vor 4327 Zuschauern im Stadion am Pulverturm bestimmten die Niederbayern ab dem zweiten Drittel das Match, weil sie in den Zweikämpfen mit Körper und Schläger das aggressiver Team waren und auch eindrucksvoll ihre derzeitige Stärke in Überzahl bestätigten. Für die Krefelder heißt es nun Mund abwischen und sich auf das Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Augsburger Panther konzentrieren. Dabei hoffen sie im letzten Spiel vor der zukunftsweisenden Gesellschafterversammlung am Dienstag auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen. Gemeinsam wollen sie mit den Fans ein Zeichen für den Erhalt des DEL-Standortes setzen.

Am Nachmittag hatte Trainer Brandon Reid sein Team im Hotel bei einer ausführlichen Videoanalyse auf das Spiel eingestimmt. Zu dieser Zeit feierte dort auch eine Hochzeitsgesellschaft. Viele der Gäste riefen den Pinguinen zu: „Die Punkte lasst ihr aber in Straubing“. Der Coach wusste, wie das zu verhindern ist: „Wir müssen heute vor allem mit Kopf spielen und immer positiv bleiben. Überzahl und Unterzahl werden heute ein entscheidender Faktor sein. Straubing wird auf den Körper spielen, meine Mannschaft muss den Kampf annehmen.“

Das war nach dem Auftaktbully nicht einfach, denn die Tigers legten los wie die Feuerwehr. Bis zum ersten Torschuss des Krefelder Löschkomandos durch Kai Hospelt dauerte es fünf Minuten. Vinny Saponari scheiterte an Torwart Zatkfoff. Besser machte es Daniel Pietta, der nahtlos an seine guten Leistungen beim Deutschland-Cup anknüpfte und erzielte die Führung (6.). Sein Team blieb am Drücker und war zum ersten Mal in Überzahl. Der Puck lief gut durch die Reihen. Die größte Einschussmöglichkeit vergab Grant Besse. Als die Tigers wieder komplett waren, scheiterte Jacob Lagacé bei eine Großchance an Zatkoff. Alex Trivallato traf den Außenpfosten. Die Hausherren verschafften sich wieder Luft und hatten durch Williams die große Chance zum Ausgleich, doch er zielte am Tor vorbei.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels machten die Gastgeber Dampf. Die Pinguine bekamen vor dem Tor alle Hände voll zu tun. Als dann aber Lagacé auf die Strafbank musste, drückte Laganiere einen Abpraller im Slot über die Linie (28.). Und nur 53 Sekunden später traf Williams mit einem verdeckten Schlagschuss. Rynnäs war gänzlich die Sicht sperrt. Wieder dauerte es nur wenige Sekunden, als der Puck schon wieder im Krefelder Tor lag, doch Williams hatte die Scheibe mit dem Arm in die Maschen gelenkt. Somit wurde der Treffer nach Videobeweis nicht anerkannt. Die Pinguine konnten sich ein wenig befreien und hatten durch Chad Costello die große Möglichkeit zum Ausgleich. Doch Torwart Zatkoff war mit der Fanghand zur Stelle (33.). Dann musste Mark Cundari in die Kühlbox. Dabei zeigten die Tigers, warum sie in der Powerplay-Tabelle Platz zwei belegen und erhöhten auf 3:1. Danach schickte Trainer Reid nur noch drei Reihen aufs Eis. Travis Ewanyk rückte für Phillip Kuhnekath in die dritte Formation.

Im Schlussdrittel schickte Reid zunächst wieder vier Sturmreihen aufs Eis. Die Tigers gaben gleich zu erkennen, dass sie das Duell früh für sich entscheiden wollten. Durch einen Sonntagsschuss von Brandt gingen sie mit 4:1 in Führung (43.). Danach war für Jussi Rynnäs der Arbeitstag zu Ende. Für ihn kam Dimitri Pätzold ins Tor. Der sah dann gleich den nächsten Krefelder Treffer. Garrett Noonan staubte nach einem Schuss von Hospelt zum 2:4 ab (45.). Als Hospelt auf die Strafbank musste, sorgten die Gastgeber mit ihrem dritten Treffer in Überzahl für die Vorentscheidung. Die Krefelder steckten nicht auf. Die Gemüter erhitzten sich unnötig. Es hagelte noch reichlich Strafen. Pietta sorgte in Überzahl für Ergebniskorrektur.

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