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Krefeld Pinguine kein Nachrücker für die DEL-Saison

Der Abstieg ist abgehakt : Pinguine kein Nachrücker für die DEL-Saison

Falls einer der 15 Vereine aus der Deutschen Eishockey-Liga aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz für die Saison 2022/23 erhält, wollen die Krefelder nicht die Chance nutzen, in der Liga zu bleiben.

(hgs) Auch wenn die Krefeld Pinguine der Meinung waren, dass der Abstieg aus der DEL wegen der widrigen Umstände durch die Corona-Pandemie hätte ausgesetzt werden müssen, verzichteten sie auf eine Klage und haben jetzt doch nicht wie zunächst geplant einen Antrag gestellt, um als möglicher Nachrücker in der Liga zu bleiben. Das wäre möglich, wenn ein aktueller DEL-Klubs keine Lizenz für die Saison 2022/23 erhalten würde.

Anwalt Matthias Voigt erklärte am Mittwoch, warum auf die Klage verzichtet wurde: „Die Pinguine haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und auch nicht alleine getroffen. Die Klage wäre nicht kostengünstig gewesen. Unter Abwägung der Chancen wurde dagegen entschieden. Wir wollen DEL spielen, aber das sportlich erreichen und nicht am grünen Tisch.“

Zum Verzicht als eventueller Nachrücker sagte Geschäftsstellenleiter Karsten Holderberg: „Wir haben uns entschieden, diese Option nicht zu ziehen. Wir sind seit dem 4. April bei der Planung für die DEL2. Wenn wir innerhalb von zwei Wochen auf die DEL umswitchen müssen, weil ein wirtschaftlicher Absteiger vor dem DEL-Start feststeht, das ist nicht machbar. Wir sind jetzt gut unterwegs und die Fans sind zufrieden. Alle freuen sich auf die Saison. Die Gespräche mit den Sponsoren laufen gut.“ Natürlich sei die Lizenz für den möglichen Aufstieg in die DEL beantragt worden.

Die Gebühr für die DEL-Lizenz werden die Pinguine zurückbekommen. „Wir sind rechtlich noch Gesellschafter der DEL, werden das in absehbarer Zeit aber nicht mehr sein. Ich gehe davon aus, dass Frankfurt die Lizenz bekommt und uns dann die Lizenz bezahlt“, sagte Anwalt Voigt. Die Gebühr für die DEL2 sei niedriger.