Krefeld Pinguine: Martin Schymainski zurück im Mannschaftstraining

Publikumsliebling ist zurück : Schymainski wieder im Mannschaftstraining der Pinguine

Martin Schymainski ist nach seinem Achillessehnenriss schneller auf dem Eis zurück als erwartet. Spätestens am 20. 12. im Heimspiel gegen die DEG will er sein Wettkampf-Comeback feiern. Heute geht die Reise der Pinguine nach Straubing.

Für Brandon Reid kam die Deutschland-Cup-Pause nach dem Sechs-Punkte-Wochenende mit den Siegen gegen Düsseldorf und Mannheim zum falschen Zeitpunkt: „Dieses positive Momentum ist durch die Pause verloren gegangen“, sagt der Trainer der Krefeld Pinguine am Mittwoch. Er schränkte allerdings ein, dass die Pause dem ein oder anderen Spieler sicher sehr gut getan habe. Vielleicht erinnerte sich der Coach auch daran, dass seine Mannschaft im Vorjahr am ersten Wochenende nach der Pause einen krassen Fehlstart hinlegte. Nach der 3:5-Niederlage in Berlin ging auch das Heimspiel gegen Angstgegner Bremerhaven verloren (2:3). Der letzte Sieg im ersten Spiel nach der Pause datiert aus der Saison 2014/15, als das Heimspiel gegen Schwenningen mit 3:1 gewonnen wurde.

Jetzt geht die Reise am heutigen Donnerstag nach Straubing, wo am Freitag (19.30 Uhr) der Tabellenzweite auf die Pinguine wartet. Sonntag (16.30 Uhr) sind die Augsburger Panther in der Yayla-Arena zu Gast. Das ist eine Kopie des Saisonstarts, wo es ebenfalls zu diesem beiden Duellen kam. Beide gingen trotz jeweiliger 3:1-Führung mit 3:4 nach Verlängerung verloren.

Das gewonnene Selbstvertrauen dürften Reids Schützlinge nicht verloren haben. Das war jedenfalls seit Samstag in den Übungseinheiten zu erkennen. Obwohl das Training nicht von Pappe war, blieb die gute Stimmung nicht auf der Strecke. Besonders gut gelaunt war am Mittwoch Martin Schymainski, der seit Samstag mit der Mannschaft trainiert. Vor den Überzahlübungen verließ er das Eis: „Da werde ich ja noch nicht gebraucht.“ Falls er weiter so Fortschritte macht, will er spätestens am 20. Dezember im Heimspiel gegen die DEG auflaufen: „Vielleicht klappt es ja schon eine Woche vorher. Das wäre natürlich super.“

Bis dahin soll feststehen, ob Schymainski seinen Fünfjahresvertrag bei den Pinguinen überhaupt erfüllen kann. „Wenn wir bei der Gesellschafterversammlung keine Lösung finden, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass wir in der Saison 2020/21 noch in der DEL spielen“, sagte Matthias Roos am Mittwoch. Eine Tendenz, wohin die Richtung bei diesem Meeting am kommenden Dienstag gehen wird, habe er nicht: „Ich weiß nicht, was Herr Ponomarev vor hat. Wenn wir Insolvenz anmelden müssen, sind seine Anteile im Wert von 345.000 Euro weg. Er hätte sie verkaufen können, hat das aber nicht getan. Ich erwarte nicht, dass er nächste Woche hier sein wird. Ich gehe aber davon aus, dass er einen Anwalt schicken wird. Mal sehen, was passiert.“ Während der Versuch des Geschäftsführers gescheitert ist, Mikhail Ponomarev die Einladung zur Gesellschafterversammlung persönlich zu überreichen, hat die Zustellung per Einschreibebrief wohl geklappt. Jedenfalls ist der Brief laut Roos nicht zurückgekommen. Ein ganz wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Erhöhung des Stammkapitals, womit zumindest die laufende Saison gesichert wäre. Sollte sich ein Gesellschafter dazu entscheiden, benötigt er die Dreiviertelmehrheit aller Anteile. Sollte weder Ponomarev noch ein Vertreter anwesend sein, könnte darüber nicht abgestimmt werden. Dann müsste innerhalb der nächsten zehn Tage erneut eine Versammlung stattfinden. Dann würde ohne Ponomarev oder einen Vertreter eine einfache Mehrheit reichen.

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