Krefeld Pinguine: Der Horror-Trip des Brandon Reid

Krefeld Pinguine : Der Horror-Trip des Brandon Reid

Der Trainer der Pinguine war bei seinem Kurzurlaub in Kanada nur 48 Stunden zu Hause und saß 52 Stunden im Flieger oder auf dem Flughafen. Jeremy Welsh fällt noch länger aus. Jacob Lagacé freut sich auf die nächsten Spiele.

Während in der Yayla-Arena noch um den Deutschland Cup im Eishockey gespielt wurde, haben die Spieler der Krefeld Pinguine nach einer fünftägigen Pause das Training wieder aufgenommen. Trainer Brandon Reid bat seine Schützlinge am Samstag um 10 Uhr auf das Eis der Werner-Rittberger-Halle. Der Coach war erst wenige Stunden vorher von einem Kurzurlaub in seiner kanadischen Heimat zurück gekommen. „Ich war bei meiner Familie, es war wichtig für mich, meine Kinder zu sehen. Leider gab es bei den Flügen Verspätungen und Ausfälle. Ich war 48 Stunden zu Hause und 52 Stunden im Flieger oder auf Flughäfen“, berichtete er im Gespräch mit der RP.

Am Sonntag versammelte der Coach seine Mannschaft um 11:30 Uhr abermals auf dem Eis, um 8 Uhr hatte das Team bereits bei Factory Krefeld bei Athletiktrainer Jörg Bednarzyk ein Trockentraining absolviert. Auch am Samstagnachmittag war die Mannschaft dort. Zum Eistraining am Montag ging es in die Rheinlandhalle. Am heutigen Dienstag stehen in der Yayla-Arena gleich zwei Eis-Trainingseinheiten auf dem Programm. „Samstag, Sonntag und Montag werden wir auf dem Eis richtig Gas geben, dass werden harte Tage für meine Jungs. Am Dienstag und Mittwoch arbeiten wir dann am System und bereiten uns gezielt auf das Spiel am Freitag in Straubing vor“, gab Trainer Reid einen Einblick in seine Planung.

Auf einige Spieler musste der Bandenchef aber am Wochenende noch verzichten. Daniel Pietta absolvierte drei Spiele in vier Tagen für die Nationalmannschaft. Er wird erst wieder am Mittwoch zur Übungseinheit erwartet. Alex Trivellato, der mit der italienischen Nationalmannschaft an einem Turnier in Polen teilgenommen hat, wird am heutigen Dienstag in Krefeld zurückerwartet. Noch mit dem Training aussetzen muss Angreifer Jeremy Welsh. Der Stürmer hatte sich am 24. Oktober beim Spiel in Iserlohn eine Oberkörperverletzung zugezogen. „Jeremy war seitdem nicht mehr auf dem Eis, er wird uns auch noch ein bis zwei Wochen fehlen“, sagte Trainer Reid. Neben dem Langzeitverletzten Martin Schymainski ist Welsh derzeit der einzige Ausfall im Kader der Pinguine. Somit konnten die Trainer neben den beiden Torhütern Jussi Rynnäs und Dimitri Pätzold sieben Verteidiger und elf Stürmer auf dem Eis begrüßen.

Publikumsliebling Schymainski arbeitet weiter an seinem Comeback, übt aber noch individuell. Bei günstigem Heilungsverlauf kann er vielleicht noch in diesem Jahr spielen. Seine körperliche Fitness hat Stürmer Justin Hodgman verbessert. Der Center war bekanntlich über weite Strecken der Saisonvorbereitung ausgefallen, wirkte in den ersten beiden Saisonspielen mit, musste danach aber fünf Wochen verletzt passen. Hodgman absolvierte in der vergangenen Woche an drei Tagen ein spezielles Aufbautraining, bevor er am Mittwochnachmittag zu einem Kurzurlaub mit seiner Familie nach Paris aufbrach. Travis Ewanyk und Vinny Saponari nutzen die fünf freien Tage zu einem Kurztripp nach Griechenland. Einen kleinen Urlaub machte auch Jacob Lagacè. Der 29-jährige Kanadier weilte in Istanbul. „Beim letzten Spiel vor der Pause in Mannheim musste ich leider nach dem Warm-up passen. Ich hatte starke Schmerzen. Jetzt bin ich aber wieder fit und freue mich auf die nächsten Spiele. Wir wollen in Straubing und gegen Augsburg gleich einen guten Start hinlegen“, sagte Lagacè am Sonntag nach dem Training.

Geschäftsführer und Sportdirektor Matthias Roos musste seinen Kurzurlaub absagen. Er hatte noch zwei Termine mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Schulz. Hier ging es um den Fortbestand des DEL-Standortes Krefeld. Am Montag war Roos bei der Sitzung der Sportlichen Leiter der DEL-Clubs in Düsseldorf. Hier stand auch die Reduzierung der Kontingentspieler und die neue U23-Regelung auf der Tagesordnung.