Krefeld Pinguine: Die Schlinge zieht sich zu

Geldgeber-Suche in Krefeld : Die Schlinge um den Hals der Pinguine zieht sich zu

Die Krefeld Pinguine stehen vor entscheidenden Wochen. Die wirtschaftliche Krise ist besonders schwer, weil die beiden Hauptgesellschafter zerstritten sind. Und der Kreis der möglichen Geldgeber wird noch kleiner.

Kaum war die Nachricht raus, kam auch schon das Dementi. Wagener und Ertürk wollen Pinguine retten, war der Bericht überschrieben, in dem Wolfgang Schulz, der Aufsichtsratsvorsitzende des Eishockeyklubs, sagte, er würde sich „über das Engagement von Herrn Wagener freuen. Er hat mir aber gesagt, dass er das nur tun würde, wenn Herr Ponomarev raus ist.“ Wagener reagierte prompt, indem er sich via Facebook „in aller Deutlichkeit“ von all dem distanzierte. Da scheint in puncto Kommunikation etwas extrem schief gelaufen zu sein.

Zugleich ist damit eine Hoffnung der Eishockey-Fans dahin. Geschäftsführer Matthias Roos sagt seit Wochen, er führe gute Gespräche mit Geldgebern, die Bereitschaft signalisierten. Der Kreis derer, die wirtschaftlich potent und derart sportbegeistert sind, ist in Krefeld gewiss überschaubar. Sollte Roos den tüchtigen Geschäftsmann Wagener zu diesem Kreis gezählt haben, so war dies eine Fehleinschätzung. Oder auch hier hat es in puncto Kommunikation gehakt.

Die schlecht gemanagte Kommunikation scheint eines der großen Probleme der Pinguine zu sein. Das zeigt sich auch im Kern der Problems, denn die eigentliche Krux ist, dass das Zerwürfnis der beiden Hauptgesellschafter Schulz und Ponomarev derart befeuert wurde, dass es jetzt kaum mehr zu befrieden ist.

Schulz will seine Anteile abgeben, Ponomarev ebenfalls. Doch wer zieht sich unter welchen Bedingungen zurück? Und wer kommt denn und ist bereit, zu investieren? Gerald Wagener ist es jedenfalls nicht. Die Schlinge um den Hals der Pinguine zieht sich langsam zu.

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