Krefeld Pinguine: Daniel Pietta wäre gerne mit den Fans marschiert

Protestmarsch vor Augsburg-Spiel : Daniel Pietta wäre gerne mit den Pinguine-Fans marschiert

Daniel Pietta von den Krefeld Pinguine bedankt sich bei den KEV-Fans für ihren Einsatz zum Erhalt des Krefelder Eishockeys. Kapitän Torsten Ankert ärgert sich über die Niederlage in Straubing.

Vielen Fans der Pinguine verschlug es am Sonntag beim Heimspiel gegen Augsburg in der ersten Pause die Sprache „Das sind da auf dem Eis doch nicht unsere Pinguine“, war zu hören, als das Staunen so langsam aber sicher nachgelassen hatte. Fünf Krefelder Treffer in einem Drittel hatte es schon seit 2009 nicht mehr gegeben. Am 30.12. erzielten Boris Blank (2), Charly Stephens, Herberts Vasiljevs und Lynn Loyns im Heimspiel gegen Hannover im ersten Drittel fünf Treffer (Endstand 6:1). Der Rekord datiert vom 27.11.1994 auf fremdem Eis, als die Pinguine beim 13:4-Erfolg gegen die Eisbären im letzten Drittel gleich sieben Mal ins Schwarze trafen. Damals war Krefeld am Ende der Hauptrunde (44 Spiele) mit 203 Treffern in 44 Punktspielen hinter Preußen Berlin (228 Treffer) die Torfabrik Nummer zwei der Liga.

Vom Ruf einer Torfabrik sind die Pinguine derzeit weit entfernt. Die Pucks, die bei der langen Niederlagenserie einfach nicht ins gegnerische Tor wollen, rutschten jetzt fast schon von alleine rein. „Wir haben uns im ersten Drittel in einen Rausch gespielt. Später haben wir ein paar unnötige Gegentore kassiert. Wir sind aber trotzdem ruhig geblieben und nicht in Panik geraten. Die drei Punkte sind das, was zählt“, sagte Daniel Pietta nach dem 7:4-Erfolg. Neben den drei Punkten kam der Sieg auch vor der Gesellschafterversammlung am Dienstag genau zum richtigen Zeitpunkt. „Der Fan-Marsch, das war eine tolle Sache von unseren Anhängern. Leider konnten wir nicht teilnehmen. Die Unterstützung in der Halle war auch sehr gut. Es ist gut, dass die Fans alles unternehmen, um das Eishockey in Krefeld zu erhalten. Ich bin aber positiv gestimmt, dass es hier weiter gehen wird“, sagte Pietta.

Auch wenn das erste Spiel nach der Pause am Freitag verloren ging, erinnerte die Leistung an die tollen Auftritte vom Wochenende vor der Pause. „Ich bin nach dem Wochenende hoch zufrieden. In Straubing haben wir nur ein gutes Drittel gespielt. Aber dort etwas zu holen, ist sehr schwer. Gegen Augsburg haben wir eine super Antwort auf die Niederlage vom Freitag gegeben. Die Niederlage hat uns nicht zurück geworfen, wir sind auf dem Weg, auf dem wir sein wollen. Wir müssen weiter hart arbeiten. Wir wissen natürlich, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen können. Wenn wir uns aber an unsere Taktik halten und kämpferisch alles geben, besteht in jedem Spiel eine Chance auf den Sieg“, erklärte Kapitän Torsten Ankert.

Matthias Roos war nach dem Kantersieg gegen die Panther sehr erleichtert: „Dieser Erfolg und der damit verbundene Sprung auf Platz 11 tut gut. Für die Zuschauer war es ein perfektes Spiel. Wir waren sicher auch im ersten Drittel nicht fünf Tore besser. Vor drei oder vier Wochen wären die Scheiben wahrscheinlich noch nicht ins Tor gegangen. Danke nochmal für die Unterstützung unserer Fans. Der Marsch zur Halle war eine großartige Sache.“ Natürlich auch mit Blick auf den wichtigen Termin am Dienstag, wo er den Jahresabschluss vorlegen und dann entlastet werden muss. „In Richtung Gesellschafterversammlung gibt es keine Bewegung. Ich gehe davon aus, dass alle Gesellschafter erscheinen oder sich vertreten lassen“, erklärte er in seiner Funktion als Geschäftsführer.

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