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Krefeld Pinguine verpflichten Mike Fischer​

Ein weiterer Neuzugang : Pinguine verpflichten Mike Fischer

Der 22-jährige Stürmer wechselt von der Düsseldorfer EG an die Westparkstraße und hat sich die Mission Wiederaufstieg auf die Fahne geschrieben. Ihre Lizenzunterlagen für die DEL2 reichten die Krefelder rechtzeitig ein.

Die Krefeld Pinguine sind auf einem guten Weg, den Abstieg aus der DEL vergessen zu machen und mit Zuversicht in ihre erste DEL2-Saison  gehen zu können. Die neue Mannschaft nimmt weiter vielversprechende Formen an. Am Mittwoch präsentierte der Klub im Rahmen einer Pressekonferenz mit Mike Fischer den nächsten Neuzugang. „Ich bin froh, dass ich mich für Krefeld entschieden habe. Sergey Saveljev und ich hatten ein sehr gutes Gespräch. Er hat einen guten Plan, von dem ich ein Teil sein möchte. Man kann sich auf einen Mike Fischer freuen, der immer 110 Prozent für den Klub, das Team und die Stadt geben wird. Meine Mission hier ist der Wiederaufstieg.“, erklärte der Stürmer, der einen Zweijahresvertrag unterzeichnete.

Seine Eishockey-Wiege steht in Heilbronn. Von den Jungadlern Mannheim schaffte er gleich den Sprung in die DEL2, wo er in seiner ersten Saison einschließlich Play-offs in 60 Spielen auf 19 Scorerpunkte (6 Tore / 13 Vorlagen). In der Saison 2020/21 absolvierte er mit seiner Förderlizenz auch acht Spiele für das Oberliga-Team des KEV. Im vergangenen Sommer wechselte er zur DEG, wo er sich nach 21 Einsätzen schwer verletzte. Bei den Dresdener Eislöwen feierte er gegen Saisonende sein Comeback und spielte in den Play-offs wieder für die DEG. Er gilt als harter Arbeiter, der gut einstecken, aber auch austeilen kann.“

Am Freitag werden die Pinguine wahrscheinlich zwei weitere Personalien bekanntgeben. Dabei soll es sich um einen Neuzugang und eine Vertragsverlängerung handeln. Die Sportliche Leitung und die Fans würden sich natürlich freuen, wenn Jeremy Bracco bleibt. Der Stürmer aus Amerika hält sich weiter in Krefeld auf, weil seine Freundin hier wohnt. „Je länger er hier ist, umso mehr besteht die Chance, dass er bleibt. Die Gespräche laufen noch“, erklärte Geschäftsstellenleiter Karsten Holderberg. Gut möglich, dass Edi Lewandowski dem Team erhalten bleibt. Aufgrund der Leistung, die der Oldie in der DEL ablieferte, kann er für das neue Team sehr wertvoll sein, gerade auch in Bezug auf die jungen Spieler. Ob die Pinguine beim Saisonstart alle sechs möglichen Kontingentstellen besetzt haben wollen, steht noch nicht fest. „Wir warten ab, wie sich der Spielermarkt noch entwickelt“, erklärte Holderberg, der fast täglich im engen Austausch mit Saveljev ist, der die Pressekonferenz von seinem Schweizer Domizil aus verfolgte, aber nicht zugeschaltet war.

  • Geschäftsstellenleiter Karsten Holderberg. Foto: Krefeld Pinguine
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Ab dem 1. August soll das neue Team in der Yayla-Arena aufs Eis gehen. Derzeit absolvieren die Spieler des neuen Kaders ihr eigenes Sommertraining, treffen sich dafür aber auch in Krefeld. Testspiele während der Vorbereitung sind bereits terminiert. Auch die Saisoneröffnung ist in Planung. Darum kümmert sich auch Marketing-Experte Torsten Trautmann, der auch für das Design des neuen Trikots verantwortlich ist.

Für ihre erste Saison in der DEL2 reichten die Pinguine fristgerecht ihre Lizenzunterlagen ein, die jetzt von der Liga bis Ende Juni geprüft werden. Dabei stand dem Klub Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Tobias Polkavom Unternehmen ADKL aus Düsseldorf zu Seite. „Trotz des Abstiegs herrscht weiter eine Aufbruchstimmung, die sich fortsetzt. Wir haben als Team dafür gesorgt, dass Krefeld weiter zusammenrutscht und neues Vertrauen entsteht. Das hat sich auch in dem Lizenzierungsverfahren gezeigt, das sehr geräuschlos verlaufen ist“, erklärte Polka. Jede Planung sei noch nicht abgeschlossen: „Wir gehen da aber mit einer großen Erwartungshaltung rein, dass wir am Ende eine schlagkräftige Mannschaft haben und die Fans und die Stadt stolz auf die Pinguine sein können. Bis heute haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.“ Nackte Zahlen nannte er nicht. Man gehe von einem ähnlichen Etat wie in der Vorsaison aus und kalkuliere mit einem Zuschauerschnitt wie vor zwei Jahren. Das waren damals wegen der Corona-Pandemie 3500 Zuschauer pro Spiel.