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Biontech, Moderna, Astrazeneca und andere: Diese Impfstoffe machen Hoffnung

Hersteller, Dosen, Wirksamkeit im Überblick : Diese Impfstoffe machen Europa Hoffnung

Der Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson hat einer weltweiten Studie zufolge eine Wirksamkeit von 66 Prozent. Wann der Impfstoff in der EU zugelassen wird, ist noch offen. Ein Überblick über alle Stoffe, die bereits auf dem Markt sind – oder bald kommen sollen.

  • Biontech/Pfizer: Das Präparat der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer war der erste in der EU zugelassene Corona-Impfstoff. Am 21. Dezember 2020 gab die EU-Kommission grünes Licht. Deutschland hat sich rund 94 Millionen Dosen davon gesichert.
  • Moderna: Als zweites in der EU zugelassenes Mittel folgte am 6. Januar das Vakzin des US-Herstellers. 50 Millionen Dosen hat Deutschland bisher bestellt, mit 94 Prozent hat das Mittel von Moderna eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie das von Biontech.
  • Astrazeneca: Mit 70 Prozent Wirksamkeit etwas weniger zuverlässig ist der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers. Brüssel hatte 80 Millionen Impfdosen bis Ende März bestellt. Dass es nun weniger sein sollen, sorgte für Streit zwischen Brüssel und dem Hersteller. Die Bundesregierung hatte rund 56 Millionen Dosen einkalkuliert.
  • Curevac: Das Tübinger Biotech-Unternehmen forscht an einem Mittel, für das im Dezember die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie begann. Mit Ergebnissen rechnet Curevac, das mit dem Pharmakonzern Bayer kooperiert, bis Ende März. Die Bundesregierung hat bis zu 73 Millionen Dosen des Vakzins bestellt.
  • Johnson&Johnson: Der US-Hersteller startete die entscheidende Phase der klinischen Tests bereits im September 2020. Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Deutschland soll 37,25 Millionen Dosen erhalten. Wann der Impfstoff in der EU zugelassen werden könnte, ist noch offen. Wie am 29. Januar bekannt wurde, erreichte der Wirkstoff in einer weltweiten Studie eine Wirksamkeit von 66 Prozent.
  • Sanofi/GSK: Schon im September 2020 hatte die EU-Kommission einen Vertrag mit den Pharmakonzernen aus Frankreich und Großbritannien geschlossen. Doch bei der Entwicklung des Impfstoffs gab es Rückschläge. Die Hersteller erwarten nun eine frühestmögliche Verfügbarkeit im vierten Quartal 2021. Sollte das Mittel zugelassen werden, könnten die EU-Staaten bis zu 300 Millionen Dosen aufkaufen.
  • Valneva: Mitte Januar schloss die EU-Kommission Sondierungsgespräche mit dem französischen Biotech-Unternehmen ab. Der geplante Vertrag sieht den Kauf von bis zu 60 Millionen Dosen vor. Nach Angaben der EU-Kommission entwickelt Valneva einen „klassischen“ Impfstoff mit inaktivierten Viren.
  • Novavax: Mit einer Wirksamkeit von 90 Prozent macht zudem der Impfstoff-Kandidat dieses US-Herstellers Hoffnung. Der US-Pharmakonzern Baxter kündigte Mitte Januar an, das noch nicht zugelassene Vakzin von Novavax solle unter anderem in der Baxter-Niederlassung in Halle (NRW) hergestellt werden. Auch Biontech und Pfizer wollen ihren Impfstoff künftig in Halle produzieren. Der Impfstoff soll im Mai in den USA zugelassen werden, sofern die US-Arzneimittelbehörde FDA bis dahin Grünes Licht gibt.
  • Sputnik V: Entwickler von „Gam-COVID-Vac“, Sputnik V, ist das Gamaleya-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau. Beteiligt war auch  das russische Gesundheitsministerium. Sputnik V ist ein Vektorimpfstoff. Er wird im Abstand von 21 Tagen zweimal verabreicht. Die Vakzine ist im Kühlschrank lagerbar. Laut aktueller Veröffentlichungen von Studiendaten im Fachmagazin Lancet von Anfang Februar 2021 ist die Effektivität von Sputnik V  sehr gut: Die Zwischenergebnisse der Phase III-Studie belegen demnach eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent. Auch sei der Wirkstoff gut verträglich. Der Europäischen Arzneimittelbehörde liegt ein ZUlassungsantrag vor.

(th/csi/dpa)