1. Panorama
  2. Coronavirus
  3. Themen

Sputnik V: Aktuelle News und Infos zum Corona-Impfstoff aus Russland

Sputnik V: Aktuelle News und Infos zum Corona-Impfstoff aus Russland (Foto: dpa/Tibor Rosta)

Sputnik V

Sputnik V ist ein Corona-Impfstoff aus Russland, der am Gamaleja-Institut für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt wurde. Auch das russische Gesundheitsministerium hat an dem Vektorimpfstoff mitgewirkt. Die Impfung muss ebenso wie Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca zweimal verabreicht werden.

Das  Prinzip von „Sputnik V“ funktioniert so: Ein ungefährlicher Schnupfenvirus ist Träger für ein Stück Erbinformation von Sars-CoV-2 und befördert die Coronaviren-RNA in die Zellen. Dadurch produziert der Körper virale Antigene und löst die gewünschte Immunreaktion aus. Hier finden Sie ausführliche Infos.

Wann und wie wurde Sputnik V entwickelt?

Der Corona-Impfstoff Sputnik V wurde 2020 vom russischen Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt. Anders als die Konkurrenz-Produkte AstraZeneca, Biotech oder Moderna wurde der Impfstoff also nicht von einem Pharmaunternehmen aus der freien Wirtschaft erarbeitet, sondern von einer staatlichen Einrichtung. Produziert wird der Impfstoff allerdings von dem russischen Unternehmen Biocad, dessen Aktie seither steigt. 

Die Zulassung des Vakzins in Russland erfolgte bereits im August 2020. Die Entwicklung war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen.  

Wer finanziert Sputnik V?

Die Finanzierung der Impfstoff-Entwicklung hat Russlands staatlicher Investitionsfonds übernommen. Nachdem die Impfung damit in mehr als 60 Ländern der Erde zugelassen wurde, konnte sich der Staatsfond freuen, nun als „Global Player“ an der Börse anerkannt zu werden. Der Russian Direct Investment Fund (RDIF) war allerdings auch schon vor Corona kein Unbekannter. Nach eigenen Angaben verwaltete er zehn Milliarden US-Dollar. Er hat Aktien von Fluglinien und Pharmakonzernen und ist an Einzelhandelsunternehmen beteiligt - vornehmlich jedoch bei Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Im Gegensatz zu anderen Geschäftsfeldern wolle man mit dem Impfstoff Sputnik V allerdings keinen Gewinn machen, sagte Kirill Dmitrijew, Leiter des RDIF. Nur die Kosten sollten reingeholt werden, ansonsten stünde die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft im Vordergrund und deswegen werde eine Dosis auch nur für ungefähr 10 US-Dollar angeboten.  

Aktuelle News und weitere Infos zu Sputnik V finden Sie hier.